HSV
Mit Mainz im Volkspark: So plant der HSV für die Königsdörffer-Rückkehr
Ransford Königsdörffer kehrt mit Mainz 05 zum HSV zurück. Trainer Merlin Polzin lobt den Ex-Hamburger – will ihm aber keine Geschenke machen.
Der Bundesliga-Spielplan will es so, dass Ransford Königsdörffer ziemlich zügig zum HSV zurückkehrt: Am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gastiert Hamburgs Aufstiegsheld mit Mainz 05 im Volkspark. Merlin Polzin fiebert dem Wiedersehen entgegen, spricht aber auch ein kulinarisches Verbot aus – mit einem Augenzwinkern.
„Ich freue mich, dass es Ransi gutgeht“, sagt der Trainer und schiebt lächelnd direkt hinterher: „Aber Waffeln haben wir nicht gemacht.“ Mit diesem Gebäck belohnte sich Königsdörffer, immer dann, wenn er als HSV-Profi mindestens einen Treffer erzielte. „Ich ernähre mich grundsätzlich sehr gesund, aber wenn ich ein Tor schieße, dann kaufe ich mir im Supermarkt eine Packung Eierwaffeln“, erklärte der Stürmer einmal.
Ransford Königsdörffer gastiert mit Mainz in Hamburg
Polzin will mit seinem Team verhindern, dass es am Montagmorgen eine süße Leckerei im Hause Königsdörffer gibt. Im Klartext: Aus HSV-Sicht soll der 24-Jährige bei seinem Comeback im Volksparkstadion nicht treffen. Ansonsten aber wünscht Polzin seinem ehemaligen Schützling nur das Beste. Der Coach hätte Königsdörffer nach der vergangenen Saison am liebsten behalten, das gelang nicht, die Wertschätzung bleibt aber bestehen.
„Ich freue mich extrem, ihn zu sehen, und freue mich auch, dass er einen guten Start hatte mit der Aufnahme in Mainz“, sagt Polzin und weiß: „Er hat eine tolle Vorbereitung gespielt und gute Konkurrenten, was die Qualität angeht.“ Königsdörffer schoss im Laufe des Sommers mehrere Testspiel-Tore. Auch in der ersten DFB-Pokalrunde (9:0 beim VfB Krieschow) war er als Joker erfolgreich. Dennoch blieb ihm am ersten Bundesliga-Spieltag gegen den SC Paderborn (0:0) zunächst erneut nur die Bank.
Ex-HSV-Stürmer profitiert von einer Doppelspitze
Mainz-Trainer Urs Fischer bevorzugte bislang den wuchtigen Phillip Tietz sowie den schnellen Sheraldo Becker im Angriff. Dahinter ist der laufstarke Königsdörffer vorerst der Herausforderer. „Was Urs auf dem Mainzer Weg macht, das passt zu Ransi: gut verteidigen, dann schnell umschalten mit zwei Stürmern“, erklärt Polzin und glaubt, dass der Ex-Hamburger von einer Doppelspitze wie der bei den 05ern profitieren kann: „Wenn er immer einen um sich herum hat, ist das schon cool.“
Beim HSV harmonierte der Deutsch-Ghanaer in der Rückrunde der Vorsaison gut mit Robert Glatzel, der nun beim VfL Wolfsburg kickt. Königsdörffer verabschiedete sich vor wenigen Monaten nach 138 Pflichtspielen, 33 Toren und neun Vorlagen vom HSV. Jetzt kommt er erstmals als Gegner zurück. Polzin freut sich – wird das Waffeleisen aber nicht anschalten.
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