HSV-Profi Ransford Königsdörffer jubelt

Frohe Kunde für HSV-Stürmer Ransford Königsdörffer (M.): Er wurde für Ghanas Nationalmannschaft nachnominiert. Foto: imago/Oliver Ruhnke

Überraschend nachnominiert! HSV-Profi trifft auf Deutschland

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Wenn Merlin Polzin seine HSV-Profis am Dienstagnachmittag zum ersten von drei Teamtrainings der Woche bittet, wird neben dem verletzten Yussuf Poulsen sowie den U-Nationalspielern Damion Downs (U21 der USA) und Otto Stange (DFB-U19) noch ein Stürmer fehlen: Ransford Königsdörffer. Der 24-Jährige erhielt zu Wochenbeginn einen überraschenden Anruf.

Königsdörffer wurde von Ghanas Nationaltrainer Otto Addo für die kommenden Länderspiele nachnominiert. Das „Abendblatt“ berichtete am Dienstagvormittag zuerst von dieser unerwarteten Entwicklung, die mittags offiziell vom Verband verkündet wurde. Der HSV-Angreifer selbst dürfte nicht damit gerechnet haben – hatte er vor eineinhalb Monaten über seine WM-Chancen doch noch gesagt: „Ich denke, aktuell sind sie für mich sehr gering.“

Königsdörffer reist doch zu Ghanas Nationalmannschaft

Dass Königsdörffer mit zum Turnier nach Nordamerika fahren wird, steht trotz der Nachnominierung natürlich noch nicht fest. Die Aussichten sind nun jedoch deutlich besser – denn der HSV-Profi hat zumindest mal wieder die Chance, im Nationaltrikot Eigenwerbung zu betreiben. Und das gegen einen besonderen Gegner: Am Montag (20.45 Uhr) gastieren die „Black Stars“ in Stuttgart, um gegen die DFB-Elf von Julian Nagelsmann zu testen. Zuvor trifft Ghana am Freitag (18 Uhr) in Wien auf Österreich. Bei beiden Duellen handelt es sich um Freundschaftsspiele.

Ransford Königsdörffer im Trikot der ghanaischen Nationalmannschaft Imago / Shengolpixs
Ransford Königsdörffer im Einsatz für Ghana
Ransford Königsdörffer im Trikot der ghanaischen Nationalmannschaft

Sollte Königsdörffer zum Einsatz kommen, wären es seine ersten Länderspiele seit November 2024. Damals war er zum fünften und sechsten Mal für Ghanas A-Team aufgelaufen. Anschließend erhielt er keine Einladung von Addo mehr – auch wenn er mit 14 Toren einen entscheidenden Anteil am HSV-Aufstieg hatte. In der Bundesliga erlebte Königsdörffer in den vergangenen Monaten ein Auf und Ab. Erst im November erzielte er seinen ersten Saisontreffer, danach fiel er erneut in ein Loch und wurde in den sozialen Medien heftig kritisiert – ehe es im Februar so schien, als wäre ihm mit drei Buden (eins beim 2:0 in Heidenheim, zwei beim 3:2 gegen Union Berlin) der Befreiungsschlag gelungen.

In den vergangenen sechs Ligapartien blieb Königsdörffer aber abermals torlos. HSV-Coach Polzin stellte ihn dennoch stets in die Startelf, weil er dessen läuferische Qualitäten schätzt. Jetzt will sich auch Addo mal wieder von den Fähigkeiten des gebürtigen Berliners überzeugen.

Der HSV-Angreifer träumt noch von der WM-Teilnahme

Königsdörffer wurde als Sohn einer deutschen Mutter in der Hauptstadt geboren, sein Vater stammt aus Ghana. Er profitert davon, dass die Offensivkräfte Iñaki Williams (Athletic Club Bilbao) und Brandon Thomas-Asante (Coventry City) ihre Reise zur Nationalmannschaft verletzungbedingt absagen mussten. Addo reagierte auf die beiden Ausfälle, indem er den HSV-Profi anrief.

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Mit den „Black Stars“ zur WM zu fahren, bezeichnete Königsdörffer kürzlich als „einen Traum“. Er versprach: „Ich gebe mein Bestes, dass ich es am Ende irgendwie noch ummünzen kann, dass ich dabei bin. Ich hoffe es sehr.“ In den kommenden sieben Tagen kann er sich beweisen – nicht zuletzt im Duell mit Deutschland am Montag. Bei der WM würden ebenfalls namhafte Nationen als Gegner warten: Da trifft Ghana auf Panama, England und Kroatien.

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