Mit 42! Ex-HSV-Held kündigt Karriereende an und schockt sein Heimatland
Nun wird auch der letzte noch aktive Bayern-Schreck des HSV seine Schuhe an den Nagel hängen. Gern erinnern sich Hamburgs Fans an die Zeiten, als ihr Verein den großen Rekordmeister in schöner Regelmäßigkeit ärgerte und ihn zwischen 2005 und 2010 gleich fünf Mal besiegte. Nur noch einer der Helden von früher ist weiterhin als Profi im Einsatz. Das aber wird sich in Kürze ändern.
In der Silvesternacht und am Neujahrsmorgen werden auch bei Paolo Guerrero (41) und Mladen Petric (44) wieder die Sektkorken knallen und einen ganz besonderen Klang aussenden. Die beiden Ex-HSV-Angreifer feiern am 1. Januar Geburtstag und werden sich voraussichtlich auch diesmal wieder per Smartphone Glückwünsche zukommen lassen. Die gemeinsamen Zeiten verbinden, daran können auch die knapp 10.000 Kilometer Entfernung zwischen Guerreros Heimatstadt Lima und Petric‘ Wohnort Athen nichts ändern.
2009 besiegte der HSV die Bayern gleich zwei Mal
Seite an Seite ärgerten sie einst die Bayern. Petric war es, der 2009 mit seinen Treffern für gleich zwei 1:0-Siege des HSV gegen die Münchner sorgte. Guerrero war in dieser Zeit sein HSV-Sturmpartner. Es sollten die bis heute letzten Erfolge der Hamburger gegen den Liga-Primus sein, der sich anschließend auf fürchterliche Weise rächte. In den folgenden 20 Spielen holte der HSV nur noch drei mickrige Punkte – bei einem Torverhältnis von 7:74 …

Während Petric seine Karriere im Sommer 2016 beendete und mittlerweile als TV-Experte und Spielerberater fungiert, kickt Guerrero als einziger der früheren Bayern-Bezwinger noch immer. Im Sommer 2024 kehrte er zu seinem Heimatverein Alianza Lima zurück. Bald aber wird Schluss sein.
Ex-HSV-Profi Guerrero will 2026 aufhören
„2026 ist definitiv mein letztes Jahr als Fußballprofi“, ließ der bald 42-Jährige in peruanischen Medien wissen. „Ich habe die Entscheidung bereits mit meiner Familie getroffen. Ich hoffe, mein letztes Jahr spielen und meine Karriere gut beenden zu können.“ Aber: Weil die peruanische Liga (wie in Südamerika üblich) von Februar bis Dezember spielt, können sich die Fans zumindest noch auf ein volles Guerrero-Jahr freuen.

In seiner Heimat sorgte die Nachricht vom Karriereende für reichlich Getöse. Guerrero genießt in Peru absoluten Heldenstatus und wird von den Fans vergöttert. „Es ist etwas, das ganz Peru schmerzt“, erklärte Nationalspieler Bassco Soyer. „Wir würden Paolo gern für immer behalten, weil er ein unglaublicher Torjäger ist. Aber so ist nun mal der Fußball. Man muss die Karriere Tag für Tag genießen.“
Spielt Guerrero noch ein letztes Mal für Peru?
Immerhin: Soyer und seine Nationalmannschafts-Kollegen werden wohl sogar noch ein weiteres Mal mit Guerrero für Peru spielen dürfen. Der Verband erwägt, seinem verdienten Torjäger (41 Treffer in 129 Länderspielen) ein Abschiedsspiel zu schenken. „Wir haben darüber gesprochen, aber noch nichts Konkretes“, bestätigt Guerrero. „Wenn die Nationalmannschaft das möchte, würde ich mich freuen.“
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Insgesamt bestritt Guerrero, der von 2006 bis 2012 beim HSV unter Vertrag stand, in seiner Karriere bislang 775 Profispiele, schoss dabei 271 Treffer. Ein paar dürften noch dazukommen, dann ist Schluss und Perus Nationalheld wird seine Erfahrungen an die Jugend weitergeben. Er hat einiges zu erzählen. Zum Beispiel, wie man die Bayern schlägt.
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