Mindestens drei Neue in der Startelf: So baut Polzin den HSV in Wolfsburg um
Nur rund 65 Stunden bleiben dem HSV nach dem Abpfiff gegen Leverkusen, um sich auf die Partie in Wolfsburg vorzubereiten. Kaum Zeit für Merlin Polzin, um seine Profis nach der doppelten Heim-Enttäuschung gegen Leipzig (1:2) und Leverkusen (0:1) wieder aufzurichten. Die große Frage: Wie ändert der Trainer seine Startelf zum Ende der englischen Woche? Mehrere Wechsel deuten sich an.
Auf den HSV wartet am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) eine wegweisende Partie. Eine weitere Pleite würde die Hamburger wieder mitten hinein in den Abstiegskampf ziehen. Mit einem Remis bliebe das Sechs-Punkte-Polster auf die „Wölfe“ bestehen. Ein HSV-Sieg aber wäre ein enormer Befreiungsschlag.
Sambi Lokonga, Muheim und Otele drängen zurück in die HSV-Startelf
Was macht Polzin? Wer darf in der VW-Stadt ran? Zumindest drei Profis drängen klar in die Startelf. Im Zentrum steht Albert Sambi Lokonga nach zwei Joker-Einsätzen vor seiner Rückkehr ins Team. Miro Muheim hat seine Gelbsperre abgesessen und wird in Wolfsburg auf die linke Seite rücken. Alles deutet darauf hin, dass vor ihm Philip Otele (pausierte gegen Leverkusen leicht angeschlagen) den offensiven Part einnehmen wird. In dem Fall wäre Rayan Philippe wieder draußen. Dazu kommt: Hinten könnte Jordan Torunarigha eine neue Chance von Beginn an erhalten. Der zuletzt formschwache Warmed Omari wäre hingegen ein Kandidat für die Bank.

Bleiben zwei Fragen für Polzin: Wohin mit Fábio Vieira? Und wer soll in Wolfsburg stürmen? Sollte Sambi Lokonga in Wolfsburg beginnen, würde es im Zentrum eng werden – denn dort ist auch Nicolai Remberg gesetzt. Möglich, dass Vieira auf die rechte Seite rückt und Ransford Königsdörffer stattdessen für den glücklosen Damion Downs in die Spitze.
Gut für den HSV: Auch Yussuf Poulsen, der wie Otele am Donnerstag voll trainieren konnte, steht wieder zur Verfügung, dürfte diesmal aber noch nicht über eine Joker-Rolle hinaus kommen. Noch reicht die Kraft des Dänen nicht für 60 oder 70 Minuten. Kommende Woche gegen Köln könnte er dann aber erstmals seit Anfang November (beim 1:1 gegen Dortmund) wieder in der Startelf stehen.
Für HSV-Stürmer Poulsen bleibt diesmal wohl nur die Joker-Rolle
Völlig offen bleibt noch, wie der Ausfall Bakery Jattas kompensiert werden soll. Der Gambier fällt mit seiner gegen Leverkusen erlittenen Oberschenkel-Verletzung bis Anfang April aus. Die wahrscheinlichste Variante: William Mikelbrencis oder Giorgi Gocholeishvili übernehmen den Part als rechter Schienenspieler. Für den Georgier spricht dabei die etwas größere Frische gegenüber dem Franzosen, der gegen Leipzig und Leverkusen binnen drei Tagen mehr als 150 Minuten auf dem Feld stand.
Das könnte Sie auch interessieren: Bei Leverkusen-Pleite: Heftiger Wutausbruch von HSV-Juwel Vuskovic
Begleitet wird der HSV von etwa 10.000 Fans, die zum Teil Schlupflöcher bei der Ticketvergabe der „Wölfe“ nutzten. An Rückhalt wird es den Hamburgern nicht mangeln, Daniel Elfadli verspricht den Fans zudem eine Leistungssteigerung. „Wir fahren dahin, um gewinnen zu wollen, vor allem aber in einer anderen Art und Weise aufzutreten. Ich glaube, das ist ganz wichtig“, so der Abwehrmann.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.