Mario Vuskovic und Start-Termin: Neue Details zum Stadion-Projekt des HSV
Jahrelang ist er vorbereitet worden, am Dienstagabend wurde er offiziell gegründet: der HSV Supporters Trust. „Dass heute so viele Menschen diesen Weg mitgehen, ist ein starkes Zeichen für unseren Verein“, sagte e.V.-Präsident Henrik Köncke auf der Gründungsversammlung für das Genossenschaftsprojekt. Der Verein wird es unter anderem dafür nutzen, um die Kapazität des Volksparkstadions perspektivisch auf 60.000 Plätze zu erhöhen. Das war bereits bekannt. Nun verriet der HSV aber noch ein paar weitere Details.
Zusammenfassung:
- Am Dienstag wurde der HSV Supporters Trust offiziell gegründet.
- Das Gründungskapital beträgt 1,5 Millionen Euro.
- Der Verkauf von Anteilen startet am 8. Mai, vorerst für Mitglieder, dann für Dauerkarteninhaber.
So verfügt der Supporters Trust über ein Gründungskapital von 1,5 Millionen Euro. Mithilfe der Genossenschaft wird es Fans ermöglicht, Anteile an der HSV Fußball AG und Co. KGaA zu erwerben. Zunächst werden 18.870 Aktien verkauft, wobei der Preis für einen Anteil 887 Euro beträgt. Daraus ergibt sich eine Summe von 16,7 Millionen Euro, die der Verein ins Volksparkstadion stecken will. Es geht im ersten Schritt um sanitäre Anlagen, ein hochwertigeres Catering und eine verbesserte Sicht von den Rängen. Auch diese Anliegen waren bereits kommuniziert worden.
Verkauf der Anteile am HSV beginnt schon am Freitag
Neu ist der Termin für den Zeichnungsstart – und der kommt angesichts des Prüfungsverfahrens schneller als zunächst erwartet: Ab diesem Freitag (8. Mai) haben zunächst HSV-Mitglieder zehn Tage lang die Möglichkeit, Anteile zu kaufen. Danach sind die Dauerkarteninhaber an der Reihe, ebenfalls für zehn Tage. Mit diesem exklusiven Zugang will der Klub dem Wunsch nach Partizipation gerecht werden und gewährleisten, dass die treuesten Fans selbst von den geplanten Verbesserungen im und am Stadion profitieren. Erst Ende Mai würde sich der Zeichnungsprozess für jeden und jede öffnen, wenn dann noch Anteile verfügbar sind.

Der Kauf der Aktien wird über eine zentrale Website ermöglicht, die bereits online gegangen ist. Auf dieser Homepage sind alle relevanten Informationen zum Supporters Trust zu finden. Der HSV will transparent handeln und die finanziellen Mittel gezielt investieren – in Infrastruktur, nicht in den Profikader. Eine Rolle spielt die Mannschaft von Merlin Polzin bei der Genossenschaft aber trotzdem. Neben dem Cheftrainer und seinem Partner Loic Favé zählen auch Spieler wie Bakery Jatta, Miro Muheim und Nicolás Capaldo zu den Gründungsmitgliedern des Trusts.
Viele HSV-Profis engagieren sich für den Supporters Trust
Zudem gab der HSV am Mittwochvormittag bekannt, dass sich auch Mario und Luka Vuskovic beteiligen. Der jüngere Bruder, der vor seiner Rückkehr nach Tottenham nur noch wenige Wochen im Volkspark unter Vertrag steht, war am Dienstagabend sogar selbst bei der Gründungsversammlung. Dort wurde beschlossen, dass der dreiköpfige Vorstand des Supporters Trusts von Köncke, Vizepräsidentin Laura Ludwig sowie Michael Harms aus der Abteilungsleitung des Supporters Club gebildet wird. Auch der Aufsichtsrat steht fest: Ihm gehören wie erwartet Anne Gnauk und Hans-Walter Peters an, hinzu kommt Robert Adolph.
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„Der Supporters Trust ist kein Projekt von heute auf morgen, sondern das Ergebnis eines sorgfältigen, partizipativen und bewussten Prozesses“, unterstrich Köncke. „Wir wollten gemeinsam etwas schaffen, das trägt.“ Das Volksparkstadion soll schon im Laufe der kommenden Saison Platz für 58.000 statt bisher 57.000 Zuschauer bieten. Die konkreten Arbeiten, um das Stadionerlebnis der Fans spürbar zu verbessern, sollen in der Sommerpause beginnen.
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