„Macht es Sinn?“ Das Schmerz-Problem bei HSV-Star Dompé
Luka Vuskovic und Giorgi Gocholeishvili bekamen am Dienstag eine Pause. Die beiden Nationalspieler, die in den vergangenen Wochen intensiv belastet worden waren, mussten nicht mit auf den Trainingsplatz, sondern hatten vormittags bereits eine lockere Einheit in den Katakomben absolviert. Grund zur Sorge besteht bei dem Kroaten und dem Georgier aber nicht. An der Einsatzfähigkeit von Jean-Luc Dompé am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gegen Stuttgart muss man laut Merlin Polzin zwar auch (noch) nicht zweifeln. Der Trainer erklärte jedoch, dass den ebenfalls fehlenden Franzose weiterhin ein Schmerz-Problem umtreibt.
„Bei Jean-Luc ist es so, dass er noch immer mit der Achillessehne zu kämpfen hat“, sagte Polzin nach dem ersten Teamtraining der Woche, das am Dienstagnachmittag ohne Dompé stattfand. „Er versucht, sich mit allem, was er hat, reinzuschmeißen, kann die Spiele aber nicht schmerzfrei gestalten. Darauf nehmen wir Rücksicht, damit er möglichst wieder schmerzfrei auflaufen kann.“ Wegen der hartnäckigen Blessur hatte Dompé zuletzt das Pokalspiel in Heidenheim (1:0) verpasst. Dort bekam er eine Pause, um fünf Tage später in Köln (1:4) wieder dabei zu sein.
Jean-Luc Dompé hat Probleme mit der Achilessehne
Sowohl in der Domstadt als auch danach gegen Dortmund (1:1) und in Augsburg (0:1) stand Dompé wieder über 90 Minuten auf dem Platz. Seine Achillsehne bereitet ihm aber weiterhin Sorgen, macht sich nach höheren Belastungen immer wieder bemerkbar. Der HSV versucht, den bestmöglichen Umgang mit dieser ziemlich schwierigen Situation zu finden. Die Vereinsmediziner erklären sie so: Wenn man die lädierte Achillessehne über einen längeren Zeitraum schonen würde, dann aber plötzlich wieder Reize setzen würde, wäre die Gefahr eines Rückschlags größer als wenn man die Belastung konstant auf einem Niveau hält. Deshalb verzichtete der HSV bisher nicht mal länger auf Dompé.

„Wir müssen uns fragen: Wie viel Sinn macht es, einen Spieler, der nicht bei 100 Prozent ist, durch eine Woche mit drei Spielen zu bekommen?“, fragt Polzin mit Blick auf den Heimspiel-Hattrick gegen Stuttgart (Sonntag), Holstein Kiel (DFB-Pokal-Achtelfinale, nächste Woche Mittwoch) und Werder Bremen (Bundesliga, nächste Woche Sonntag).
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Es erscheint wahrscheinlich, dass Dompé in mindestens einer der drei Partien eine Pause erhält, um keine größere Verletzung zu riskieren. „Es ist nicht so, dass sich Jean-Luc rausnimmt oder nicht will“, sagt Polzin. „Wenn ich ihn fragen würde, ob er fit ist und spielen kann, sagt er: Ja, 90 Minuten plus Nachspielzeit! Aber ich trage am Ende die Verantwortung, die richtigen Dinge zu entscheiden.“ Ein längerer Ausfall ist nicht zu befürchten, vorerst will Polzin bei Dompé die kommenden Trainingstage abwarten – und ihn lieber einmal mehr schonen, damit er spielen kann.
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