Lockruf von Tim Walter: So ist der Stand im Poker um HSV-Profi Meffert
Der Wirbel war kurz, aber heftig – und noch ist völlig offen, wie sich die Nummer weiterentwickelt. Am vergangenen Wochenende ploppte das Interesse des englischen Zweitligisten Hull City an HSV-Mittelfeldspieler Jonas Meffert auf. Der würde dem Vernehmen nach zwar gern auf die Insel wechseln, zeigte sich beim 7:1-Pokalerfolg in Meppen aber gänzlich unbeeindruckt von der Nachrichtenlage. Wie aber ist der Stand in dem Poker?
Diesmal biss er sich auf die Zunge. Meffert, der normalerweise nach Spielen detailliert wie kaum ein anderer Auskunft gibt, bat nach dem Sieg im Emsland um Verständnis und sagte lieber gar nichts. Zu heikel ist dem 29-Jährigen die aktuelle Situation, in der jedes seiner Worte auf die Goldwaage gelegt werden könnte.
Meffert und Hull. Das macht Sinn, denn Ex-HSV-Trainer Tim Walter, der jetzt die „Tigers“ trainiert, hielt schon immer große Stücke auf Meffert. Erst zu gemeinsamen Zeiten bei Holstein Kiel, später dann in Hamburg. Dass er ihn jetzt auch nach England lotsen möchte, ist nur folgerichtig.
Hull bot dem HSV für Meffert 300.000 Euro Ablöse
Hulls Interesse ist verbrieft, seit einigen Wochen schon. Nach MOPO-Informationen meldeten sich die Engländer vor zweieinhalb Wochen erstmals beim HSV und unterbreiteten eine Offerte, die (wie BILD zuerst berichtete) bei 300.000 Euro gelegen haben soll. Eine Summe, die den HSV-Vorständen nichts weiter als ein müdes Lächeln abrang.
Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Passiert ist seitdem nichts mehr. Weder schwebte eine neue Offerte, noch eine Rückmeldung anderer Art aus England ein. Auch deshalb geht der HSV überaus gelassen mit der Gemengelage um. Abgeben möchte er Meffert ohnehin nicht, allenfalls bei einer Summe im siebenstelligen Bereich würden die Bosse wohl weich werden.
Unterbreitet Hull dem HSV noch ein neues Angebot?
Und dennoch: Auch im Volkspark wird nicht ausgeschlossen, dass Hull nochmal mit neuen Zahlen vorstellig wird. Das Verhalten der Engländer wird als undurchsichtig empfunden, allerdings anhand des vorliegenden Ablöse-Angebots auch nicht als sehr wertschätzend für den Spieler.
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Und Meffert? Dem wurde gehörig der Kopf verdreht, was angesichts der Möglichkeit, einen Drei-Jahres-Vertrag auf der Insel zu unterschreiben, nicht verwundert. Momentan aber spricht sehr vieles dafür, dass er auch am Tage nach Schließung des Transferfensters (30.8.) das HSV-Trikot tragen wird – im Volkspark, beim Heimspiel gegen Preußen Münster.