Schiedsrichter Robert Schröder im Volksparkstadion.

Schiedsrichter Robert Schröder stand beim HSV-Spiel gegen Gladbach auch in einer Szene abseits des Platzes im Mittelpunkt. Foto: WITTERS

Kuriose Szene beim HSV-Spiel: Schiedsrichter ermahnt die Balljungen

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Ärger über den Schiedsrichter gab es beim HSV in dieser Saison schon mehrfach. Beim 0:0 gegen Gladbach sah das am Samstag komplett anders aus. Trainer Merlin Polzin lobte diesmal sogar explizit die „sehr gute“ Leistung des Referees. Für Aufsehen sorgte der Mann an der Pfeife trotzdem – in einer Szene ging es um einen Balljungen, der zuvor vor allem die Gäste geärgert hatte.

Was war genau passiert? Der ungewöhnliche Vorfall ereignete sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach einem HSV-Angriff landete der Ball im Toraus der Gladbacher. Gästekeeper Moritz Nicolas wollte das Spiel schnell fortsetzen und die Kugel zurück ins Spiel bringen. Doch dafür musste er erst einmal einen Ball haben. Vergeblich forderte er den Balljungen auf, ihm die Kugel zu geben. Der ließ das Spielgerät einfach hinter dem Tor fallen – sodass sich der VfL-Torwart den Ball selbst holen musste.

War das Verhalten des Balljungen unsportlich?

Gladbach-Coach Eugen Polanski tobte an der Seitenlinie. Schiedsrichter Robert Schröder unterbrach die Partie, eilte zu dem betroffenen Balljungen und richtete ein paar klare Worte an ihn. Erst danach wurde das Spiel fortgesetzt. Eine kuriose Szene, die einerseits für Schmunzeln sorgte, andererseits aber auch die Frage aufwarf: Was ist erlaubt – und wo ist die Grenze zur Unsportlichkeit überschritten?

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„Ich glaube, wir als HSV stehen immer für Fairness“, erklärte Polzin hinterher. Mitbekommen hatte der HSV-Coach die Szene allerdings zunächst gar nicht: Erst durch die wütende Reaktion des Gladbach-Trainers wurde er darauf aufmerksam und konnte den Ärger dann auch ein Stück weit nachvollziehen. „Wenn es vielleicht zu lange gedauert hat, dann hat er sich zurecht aufgeregt“, so Polzin, der allerdings auch betonte, dass es „völlig klar“ sei, dass man zu Hause immer versuchen werde, das Maximale aus den Möglichkeiten herauszuholen. Dazu gehören dann offenbar auch ein paar taktische Spielchen mit den eigenen Balljungen.

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Für die Gladbacher grundsätzlich „keine Unsportlichkeit“, wie Polanski sagte. Diesmal sei es aber einen Tick zu viel gewesen. Und das habe schon vorher angefangen: „Wir hatten uns schon in der ersten Halbzeit ein bisschen gewundert, dass keine Bälle um unser Tor lagen. Das haben wir dem vierten Offiziellen gesagt. Ich hätte mir gewünscht, dass es dann vom Schiedsrichter in der Halbzeitpause angesprochen wird.“ Das passierte nicht. Und so kam es im Laufe der zweiten Halbzeit zur kuriosen Ermahnung für den Balljungen.

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