Diese Zahlen beeindrucken die Liga: So stark und wertvoll ist Luka Vuskovic
Luka Vuskovic ist für den HSV und viele Fußball-Fans in Deutschland ein Geschenk. Ein Supertalent, das im Volkspark die nächsten Schritte seiner Karriere macht. Dass der kroatische Innenverteidiger dabei auf dem Weg in die Weltspitze ist, hat der erst 18-Jährige mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten in der ersten Saisonhälfte mehrfach gezeigt. Beeindruckend sind dabei nicht nur einige Zahlen.
Kurz vor Transferschluss war der Bruder des wegen Dopings gesperrten Mario Vuskovic im vergangenen Sommer als Leihspieler von Tottenham Hotspur nach Hamburg gewechselt. Der Abwehrspieler wollte unbedingt zum HSV, um damit auch dem Verein zu helfen, der seinem Bruder in der Vergangenheit immer wieder zur Seite stand. Der Leihvertrag läuft über eine Saison und kann von Tottenham im Winter abgebrochen werden, sollten mehrere Verteidiger beim Premier-League-Klub verletzt sein. Das ist aktuell nicht der Fall und damit auch kein Thema.
Beim HSV wird weiter fest mit Vuskovic geplant. „Wir hoffen, dass er noch ein richtig gutes zweites Halbjahr beim HSV spielt“, sagt Trainer Merlin Polzin. Wie das aussehen kann, haben die zurückliegenden Wochen und Monate gezeigt.
Vuskovic erzielt erstes HSV-Bundesliga-Tor nach dem Aufstieg
Am dritten Spieltag beim 0:5 in München feierte Vuskovic sein Debüt im Trikot der Hamburger. Eine Woche später schrieb er mit seinem Tor beim 2:1 gegen Heidenheim direkt Geschichte. Es war das erste HSV-Tor in der Bundesliga nach dem Aufstieg. Auch für den bislang schönsten Treffer in dieser Saison sorgte er mit seinem spektakulären Hackentor beim 3:2 gegen Bremen. Mit Union Berlins Danilho Doekhi (vier Tore) und Leverkusens Edmond Tapsoba (drei) waren nur zwei Innenverteidiger in der Bundesliga an den ersten 15 Spieltagen noch torgefährlicher.

Auf Platz eins steht Vuskovic mit bislang 74 gewonnenen Kopfballduellen – das, obwohl er an den ersten beiden Spieltagen noch gar nicht dabei war. Insgesamt hat der Kroate in dieser Saison bereits 152 Zweikämpfe gewonnen. Seine Erfolgsquote liegt bei über 70 Prozent. Ebenfalls ein Spitzenwert – und das nicht nur beim HSV. Er liegt damit in den Top Ten der Liga.
Nur drei Innenverteidiger sind in der Bundesliga wertvoller
Vuskovic’ Marktwert wurde von der Plattform Transfermarkt.de gerade von 18 auf 40 Millionen Euro angehoben. Mit Dayot Upamecano (Bayern, 70 Millionen), Nico Schlotterbeck (Dortmund, 55 Millionen) und Castello Lukeba (Leipzig, 45 Millionen) gibt es in der Bundesliga nur drei Innenverteidiger mit einem noch höheren Marktwert. Bei den U19-Spielern liegt Vuskovic hinter Bayerns erst 17-jährigem Durchstarter Lennart Karl (60 Millionen) auf Platz zwei.

Viele starke Zahlen für einen 18-Jährigen, der im September und Oktober jeweils von der Bundesliga zum „Rookie of the Month“ gewählt wurde. Mindestens genauso beeindruckend sind seine Entwicklung und sein Auftreten als Persönlichkeit. Vuskovic ist schon jetzt beim HSV ein Anführer und auch Vorbild für andere. Sinnbildlich für vieles nennt Polzin seine Arbeitseinstellung.
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„Wenn ich morgens sehr früh im Büro bin, dann ist er schon da oder kommt kurz nach mir. Er arbeitet dann im Kraftraum. Das sind die Dinge, die am Ende auch der Grund sind, warum er gute Leistungen bringt“, erzählt der HSV-Coach, der allerdings auch betont, dass es im Laufe der Saison durchaus einmal eine kleine Delle bei den Leistungen geben wird. „Er kann sich aber sicher sein, dass wir ihm vertrauen und ihn in diesen Phasen dann unterstützen werden.“
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