„Kompliment an Vuskovic“: Schreckmoment sorgt für Stille im HSV-Stadion
Eine halbe Stunde nach dem Abpfiff plauderte Rasmus Kristensen vor dem Eingang der Gästekabine mit Nicolás Capaldo und seinem Landsmann Yussuf Poulsen. Zuvor hatte er auch gegenüber den Journalisten den Daumen gehoben und signalisiert: Alles gut! Zum Glück. Denn in der 65. Minute des HSV-Spiels gegen die Eintracht (1:1) war der Däne mit Miro Muheim zusammengerauscht. Der Volkspark war plötzlich still geworden.
Luka Vuskovic reagierte blitzschnell. Als der HSV-Verteidiger erkannte, dass Kristensen nach dem Crash zunächst regungslos auf dem Rasen liegen blieb, kniete er sich vor ihm hin und griff ihm in den Rachen. Die Sorge: Kristensen könnte womöglich seine Zunge verschluckt haben. Sofort eilten auch Frankfurts Mediziner auf das Geläuf. Und nach wenigen Sekunden, in denen im Stadion fast nichts zu hören war, gab es Erleichterung: Kristensen war ansprechbar.
HSV-Profi Miro Muheim rauschte mit Kristensen zusammen
Genauso wie Muheim, der sich ebenfalls behandeln lassen musste, konnte der 28-Jährige nach dem schmerzhaften Schreckmoment zunächst sogar weiterspielen. In der 71. Minute wechselte Eintracht-Coach Dino Toppmöller seinen Verteidiger aber aus. Muheim hielt bis zum Schluss durch – und sprach nach dem 1:1-Remis über den üblen Vorfall.

„Das war krass, wie wir da ineinander reinrasseln. Am Anfang war ich ein bisschen benommen“, berichtete der Schweizer. „Er ist mit seinem Kopf in meinen Kehlkopf rein.“ Das schmerzte – doch „am Ende ging es dann“, ergänzte Muheim, der nach Abpfiff nicht sofort wusste, dass es Kristensen glücklicherweise wieder besser ging.
Das könnte Sie auch interessieren: HSV-Noten nach starkem Auftritt gegen Frankfurt: Nur ein Profi fiel ab
Auch Toppmöller sprach von einem „Schreckmoment“ und lobte den gegnerischen Spieler: „Kompliment an Vuskovic, dass er die Situation erkannt und reagiert hat.“ Der SGE-Trainer erklärte, dass er Kristensen nicht nur wegen des Crashs, sondern auch wegen Adduktorenproblemen auswechseln musste. Aber: „Er sitzt jetzt in der Kabine und es geht ihm gut.“ Das war die beste Nachricht nach dem leistungsgerechten Remis im Volkspark.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.