Kommt HSV-Liebling Reis nach Deutschland zurück?
Er war vor einem Jahr einer der großen HSV-Aufstiegshelden. In der heißen Phase im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga hatte Ludovit Reis die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin nicht nur als Kapitän auf den Platz geführt, sondern auch in den finalen Schlüsselspielen in Darmstadt und gegen Ulm für entscheidende Tore gesorgt. Nach der Saison trennten sich dann die Wege. Gibt es in der nächsten Spielzeit ein Wiedersehen?
Wie der HSV hatte auch Reis zum Saisonende noch einmal etwas zu feiern. Für ihn war es nicht wie in Hamburg der Klassenerhalt, sondern in Belgien mit dem FC Brügge der Gewinn der Meisterschaft. Im Vordergrund stand Reis bei der Party nicht. Der Grund: Auf dem Weg zum Titel hatte er in Belgien nur eine Nebenrolle gespielt. Nun stehen die Zeichen schon wieder auf Trennung.
Darum hat Reis den HSV vor einem Jahr verlassen
Verlassen hatte Reis den HSV im vergangenen Sommer nicht, weil er unbedingt aus dem Volkspark wegwollte. Seine Verbindung zum HSV und zu Hamburg war damals groß – und ist es bis heute. Zur Trennung kam es, weil Reis einerseits international spielen wollte und weil auf der anderen Seite die sportliche Führung beim HSV zumindest teilweise nicht für die entsprechende Gegenliebe bei ihm sorgte.

Ein Jahr später gibt es für alle Seiten eine neue Situation. Beim FC Brügge brachte es Reis in der zurückliegenden Saison lediglich auf zwölf Pflichtspieleinsätze. International durfte er nur in der Qualifikation zur Champions League ran, in der Königsklasse selbst kam er nicht zum Einsatz. Nach gutem Start stoppte ihn im Herbst eine Schulter-OP. In seiner dreimonatigen Zwangspause wechselte Brügge zudem den Trainer. Für Reis eine Entscheidung mit Folgen.
Ehemaliger Vuskovic-Trainer ist für Reis ein Problem
Unter dem Kroaten Ivan Leko, der einst als Trainer von Hajduk Split Luka Vuskovic zum Profi gemacht hatte, bekam Reis in Brügge so gut wie keine Chance mehr. Obwohl er in den vergangenen vier Monaten fit und einsatzbereit war, gab es für den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler lediglich im Pokal und in der Liga jeweils einen Joker-Einsatz. Meistens schaffte er es nicht einmal in den Kader.

Ob sich an dieser Situation mit Blick auf die neue Saison etwas ändert, ist fraglich. Vielmehr bahnt sich in diesem Sommer ein erneuter Reis-Wechsel an. Zuletzt wurde Reis bereits mit dem niederländischen Erstligisten Feyenoord Rotterdam in Verbindung gebracht. Auch die Bundesliga rückt für ihn in den Fokus. Zu den möglichen Kandidaten könnte auch der HSV gehören.
Grundsätzlich passt er mit seiner Spielweise gut in das System der Hamburger. Dass es im Team von Trainer Merlin Polzin auf der Achter- und Sechser-Position mit Nicolai Remberg, Albert Sambi Lokonga und Neuzugang Kofi Amoako bereits drei Spieler gibt, muss nicht zwingend ein Ausschlusskriterium sein.
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Noch ist vieles Zukunftsmusik. Auf Reis wartet in jedem Fall ein spannender Transfersommer. Sein Vertrag in Brügge läuft noch bis 2029. Sein aktueller Marktwert liegt bei 4,5 Millionen Euro. Verlassen dürfte er die Belgier, bei denen er seit Monaten nur noch auf dem Abstellgleis steht, wohl für deutlich weniger.
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