HSV
Kommt Aufstiegsheld Reis zurück zum HSV? Das ist dran an dem Gerücht
Im Vorjahr wechselte Ludovit Reis zum HSV nach Brügge – nun gibt es Gerüchte um eine mögliche Rolle rückwärts. Ist Reis wirklich Thema im Volkspark? Die MOPO weiß, was an dem Gerücht dran ist.
Rund ein Jahr ist vergangen, seit Ludovit Reis dem Volkspark Lebewohl sagte. Etwa sieben Millionen Euro ließ sich der FC Brügge Ende Juni 2025 die Dienste des Mittelfeldspielers kosten, der zuvor zu einem der Garanten für den Bundesliga-Aufstieg des HSV avancierte. Zwölf Monate später aber stehen die Zeichen für Reis auch in Belgien schon wieder auf Abschied, passend dazu machten am Wochenende wilde Gerüchte um eine Rückkehr zum HSV die Runde. Bloße Spekulationen oder mehr?
Dass Brügges Bosse den mit reichlich Vorschusslorbeeren verpflichteten 26-Jährigen liebend gern wieder veräußern würden, ist in der Branche ein offenes Geheimnis. Es sollte offenbar nicht sein mit Reis und Brügge. Nach passablem Start zog sich der Niederländer im Oktober 2025 zum wiederholten Male in seiner Karriere eine schwere Schulterverletzung zu und musste drei Monate lang pausieren. Danach hatte er es schwer, sich seinen Stammplatz zurückzuerobern.
Eine Twitter-Nachricht zu Reis machte viele HSV-Fans hellhörig
Grund genug für beide Seiten, eine Trennung im Sommer anzustreben. So weit, so klar. Viele HSV-Anhänger aber wurden hellhörig bis nervös, als sie am Samstag auf der Nachrichten-Plattform X einen Tweet des Belgiers Sacha Tavolieri sahen. Der auf Transfer-News spezialisierte Journalist brachte Reis recht deutlich beim HSV ins Gespräch. Brügge werde einem Wechsel von Reis nicht im Weg stehen, sollte ein entsprechendes Angebot beim Verein eingehen, ließ Tavolieri wissen, und folgerte: „Hamburg, das ihn im letzten Sommer widerwillig verkauft hat, könnte eines der möglichen Ziele für Reis sein.“ Weitere Informationen würden folgen, so der Belgier.
Was ist dran an dem Gerücht? Nach MOPO-Informationen gar nichts – zumindest in Bezug auf den Teil, in dem der HSV eine Rolle spielt. Zwar möchte Reis Brügge tatsächlich verlassen und am liebsten zurück in die Bundesliga wechseln. Auch könnte er sich eine Rückkehr in den Volkspark durchaus vorstellen. Eine Kontaktaufnahme vonseiten des HSV gab es allerdings nicht und wird es auch nicht geben.
Der HSV ist im zentralen Mittelfeld bestens besetzt
Der Hauptgrund: Gerade im zentralen Mittelfeld sind die Hamburger bestens aufgestellt und haben keinen Bedarf. Und zwar auf allen Positionen, die für Reis infrage kommen. Nicolai Remberg und Albert Sambi Lokonga sind in der Zentrale gesetzt. Als Backup für Remberg wurde mit Kofi Amoako (für knapp zwei Millionen Euro aus Dresden) gerade ein entwicklungsfähiger Stellvertreter verpflichtet. Sambi Lokongas Rolle könnte im Notfall auch Albert Grønbæk einnehmen. Für die offensivste Rolle des HSV-Mittelfeldes hofft der Verein weiterhin auf eine Lösung mit Fábio Vieira und ein Entgegenkommen des FC Arsenal bezüglich der Ablöse. Aktuell steht auch noch Immanuel Pherai bereit, der den HSV allerdings in diesem Sommer gern verlassen würde.
Dazu kommt: Unabhängig von ihrer Vielzahl an kreativen Mittelfeldspielern haben die HSV-Bosse (bei aller Wertschätzung für Aufstiegsheld Reis) nicht vergessen, mit welcher Vehemenz dieser vor Jahresfrist auf einen Wechsel drängte.
So wird das Reis-Gerücht um eine mögliche HSV-Rückkehr ein Gerücht bleiben. Nicht auszuschließen, dass der frühere Junioren-Auswahlspieler der Niederlande (26 Einsätze) schon bald einen neuen Verein präsentieren wird. Sollte Reis allerdings in der kommenden Saison tatsächlich wieder im Volkspark auflaufen, dürfte sich das auf eine einzige Partie beschränken – im Trikot eines gegnerischen Vereins.
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