Kommentar: Dieses HSV-Jahr bleibt eines für die Ewigkeit

Loic Favé, Merlin Polzin und Claus Costa jubeln auf einem Bus
Loic Favé, Merlin Polzin und Claus Costa (v.l.) zählen zu den Gesichtern dieses HSV-Jahres.

Es sind vor allem die Gesichter der Fans, die man niemals vergessen wird. Voller Freude, voller Glück, aber auch voller Ungläubigkeit: „WIR steigen wirklich auf!?“ Der 10. Mai 2025, dieses 6:1 gegen Ulm, hat Momente für die Ewigkeit geschaffen. Es war der Höhepunkt eines zutiefst emotionalen HSV-Jahres, in dem sehr viele Anhänger ihre Zuneigung zu diesem einzigartigen Verein wiedergefunden, aufgefrischt oder noch einmal intensiviert haben dürften.

Ja, ganz klar, 1983 bleibt natürlich das größte HSV-Jahr ever, die ganze Happel-Ära mit all den Legenden und Titeln wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sportlich unerreicht bleiben. Der ehemalige Bundesliga-Dino ist 2025 auch „nur“ nach sieben trüben Jahren in sein natürliches Habitat zurückgekehrt – und das nicht mal als Zweitliga-Meister. Gefeiert wurde im Stadion und am 19. Mai vor dem Rathaus dann trotzdem, als hätte man zum zweiten Mal den europäischen Henkelpott geholt.

Die Aufstiegsparty war für die HSV-Fans wunderschön

Für Außenstehende mag das Ganze womöglich etwas übertrieben gewirkt haben, für jeden, der dabei gewesen ist, war es indes völlig logisch, angebracht und wunderschön. Menschen, die auf den Dächern rund um die Alster stehen und Rauten-Fahnen schwenken. Kinder auf den Schultern ihrer strahlenden Eltern, die wiederum mit den eigenen Eltern endlich mal wieder auf ihren HSV anstoßen konnten. Merlin Polzin als Hamburger Jung und Aufstiegs-Held mit seiner Mannschaft, die eben genau eine solche war, auf dem Balkon und später auf offenen Bussen. Momente für die Ewigkeit eben.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!

Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • U-Bahn-Mord: Geschichte eines sinnlosen Todes

  • Block-Prozess: Wird der Patriarch doch noch angeklagt?

  • Streit um Haus-Sanierung: Erst Leerstand, jetzt Brandstiftung

  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag

  • 16 Seiten Sport: Der große Transfer-Check & Khedira schwärmt vom neuen HSV

  • 28 Seiten Plan 7: Opern-Horror mit Donald Trump, Hype um Rap-Star Apache 207 & Ideen für Wochenendtrips

Das Schöne ist: Die Party geht weiter! Und zwar jede zweite Woche im (im Gegensatz zu den 1980ern) immer vollen Volksparkstadion. Der HSV ist trotz oder gerade wegen des krassen Kader-Umbruchs in der Bundesliga angekommen und wird als Aufsteiger zumindest zu Hause von den vermeintlich großen Gegnern wieder respektiert. Fragen Sie mal in Dortmund, Stuttgart, Bremen oder Frankfurt nach.

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Kurzum: 2025 hat für die, die es mit diesem Klub halten, einfach verdammt viel Spaß gemacht. Der Stolz ist zurück. Der HSV ist wieder da. 2026 kann kommen.