Kommentar: Darum sind die Fans beim HSV der größte Gewinner

HSV-Fanblock in Mönchengladbach
Die HSV-Fans bewiesen sich in dieser Saison wieder einmal als großes Faustpfand des Vereins.

Auch wenn der Ball in der Bundesliga derzeit ruht, dürften viele HSV-Fans dieser Tage immer wieder gern auf die Tabelle schauen. Rang neun nach sechs Spieltagen, dazu der für sie so wichtige Zusatz, die Nummer eins des Nordens zu sein. Vor dem FC St. Pauli und Werder Bremen. Eine Momentaufnahme, die vor Kurzem kaum jemand für möglich hielt und die die Anhänger verzückt. Und gerade sie dürfen sich in dieser Länderspielpause besonders kräftig auf die Schultern klopfen. Denn bei aller Anerkennung für die starken Transfers von Sportvorstand Stefan Kuntz und Sportdirektor Claus Costa, bei aller Klasse, die Merlin Polzin und sein Trainerteam in Sachen Taktik und Teamführung zeigen: Ohne die Geduld der Fans wäre dieser Aufschwung nicht möglich gewesen.

Natürlich wurde der zuvor ernüchternde Saisonstart auch von harten Reaktionen in den sozialen Medien begleitet. Doch diejenigen, auf die es ankommt – die Woche für Woche im Stadion stehen – hielten sich zurück und folgten Polzins Bitte um Geduld. So paradox es klingt: Gerade die Erfahrung des schmerzhaft verlorenen Stadtderbys zeigte, wie sehr sich die Fans mit der neuen Aufgabe identifizieren.

HSV-Fans bewiesen nach der Derby-Pleite ihr Gespür

St. Pauli war dem neuformierten HSV beim 2:0 Ende August im Volkspark so überlegen, dass es jedem, der zu den Rothosen hielt, fast das Herz zerriss. Ein paar Pfiffe wären angesichts der Enttäuschung verständlich gewesen – doch das Gegenteil war der Fall. Die Fans bewiesen ein feines Gespür für den Moment und wussten, dass die Profis ihren Rückhalt brauchen, um wachsen zu können. So war es auch wenig später beim 0:5 in München: keine Pfiffe, sondern ein Schulterschluss mit der chancenlosen und niedergeschlagenen Mannschaft.

Drei Spiele und sieben Punkte später ernten auch die Fans den verdienten Lohn. Ihnen ist klar, dass noch schwere Tage auf den HSV warten dürften. Auch das mit der Führungsrolle im Norden könnte letztlich nur eine Momentaufnahme sein. Doch der Zusammenhalt in schwierigen Phasen ist das größte Faustpfand im Kampf um den Klassenerhalt. Der Anhang des großen HSV hat schnell gelernt, seine neue, herausfordernde Rolle in der Bundesliga zu lieben. Eine schöne Erkenntnis.

Auch wenn der Ball in der Bundesliga derzeit ruht, dürften viele HSV-Fans dieser Tage immer wieder gern auf die Tabelle schauen. Rang neun nach sechs Spieltagen, dazu der für sie so wichtige Zusatz, die Nummer eins des Nordens zu sein. Vor dem FC St. Pauli und Werder Bremen. Eine Momentaufnahme, die vor Kurzem kaum jemand für möglich hielt und die die Anhänger verzückt. Und gerade sie dürfen sich in dieser Länderspielpause besonders kräftig auf die Schultern klopfen. Denn bei aller Anerkennung für die starken Transfers von Sportvorstand Stefan Kuntz und Sportdirektor Claus Costa, bei aller Klasse, die Merlin Polzin und sein Trainerteam in Sachen Taktik und Teamführung zeigen: Ohne die Geduld der Fans wäre dieser Aufschwung nicht möglich gewesen.