Kommentar: Auf dieser Position muss der HSV definitiv handeln
Wer wird Luka Vuskovic’ Nachfolger? Kann Claus Costa den Preis für Fábio Vieira drücken? Was ist, wenn Ransford Königsdörffer, Daniel Heuer Fernandes und William Mikelbrencis nicht verlängern? Allein diese Fragen zeigen: Dem HSV steht ein heißer Sommer bevor, in dem es auch um die Zukunft der Leihspieler Damion Downs, Philip Otele, Giorgi Gocholeishvili und Albert Grønbæk gehen wird. Eine andere Kader-Baustelle kommt dagegen schon jetzt einem Transfer-Auftrag gleich. Da muss man handeln.
Vorweg: Die Rote Karte von Miro Muheim gegen Augsburg ändert gar nichts an seinem Standing. Die Notbremse war unabsichtlich, aber nicht unvermeidbar, ja. Sie schmerzt mit Blick auf das Spiel in Stuttgart, Muheim fehlt gesperrt. Doch ohne sein Eingreifen gegen FCA-Profi Anton Kade hätte der HSV wohl das 1:2 kassiert und verloren. Zudem duckt sich der Schweizer heute bei Fehlern nicht mehr weg und übernimmt öffentlich die Verantwortung. Weil er gereift ist.
Transfer-Auftrag für den HSV: Ein Backup für Muheim
Muheim zählt zu den wenigen Profis, die auch nächste Saison gesetzt sein dürften – sofern er bleibt. Denn spielt der 28-Jährige eine gute WM, dürfte das Interesse steigen. Zudem läuft sein Vertrag 2027 aus. Sollte er gehen, bräuchte der HSV links hinten eine neue 1A-Lösung. Fernab vom Konjunktiv ist aber längst klar: Es benötigt definitiv eine echte Alternative, einen klaren Backup im Team.
Ob Muheims Ausfall kämpfen Mikelbrencis, Gocholeishvili, Bakery Jatta und Fábio Baldé aktuell um die zwei Plätze auf den Außen – vier Rechtsfüße, sicher nicht optimal. Mikelbrencis überzeugte gegen Bayern auch links, ist generell gut drauf und könnte mit einem neuen Vertrag belohnt werden, ist aber rechts eingeplant. Auf der anderen Seite gibt es Nachholbedarf. Das galt schon im Winter, als aber die Leihe von Almugera Kabar platzte. Deshalb muss Merlin Polzin am Sonntag ohne gelernten Linksverteidiger auskommen – alles andere als optimal.
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Ob Verletzung oder Sperre: 2026/2027 darf der HSV nichts mehr dem Zufall überlassen. Hinter Muheim oder aber dem neuen Stammspieler X braucht es einen logischen ersten Vertreter. Noah Katterbach wird das nicht sein. Youngster Louis Lemke (16) sollte es bei allem Talent noch nicht sein. Gefragt ist eine externe Lösung – Costa kennt diesen Auftrag.