Königsdörffer: Dauerbrenner des HSV steht vor Abschied im Sommer
Erstmals seit November 2024 wurde Ransford Königsdörffer wieder in die ghanaische Nationalmannschaft berufen. Nach seinem Joker-Einsatz gegen Österreich steht er am Montagabend (20.45 Uhr, ARD) auch beim Test in Stuttgart gegen das DFB-Team im Aufgebot. Die Tür zur WM im Sommer steht dem Angreifer aktuell offen. Sehr ungewiss ist derweil seine Zukunft in Hamburg – obwohl er für den HSV so viel spielt wie nie zuvor.
Dauerbrenner Königsdörffer: Der 24-jährige Stürmer ist der einzige HSV-Profi, der in dieser Saison bislang in allen 30 Pflichtspielen der Hamburger zum Einsatz gekommen ist. Insgesamt stand er bereits 2128 Minuten auf dem Platz. In den drei Jahren zuvor war er beim HSV in jeder kompletten Saison deutlich unter 2000 Einsatzminuten geblieben.
Königsdörffer bei allen HSV-Pflichtspielen der Saison dabei
Unter Trainer Merlin Polzin ist Königsdörffer die Nummer eins im Sturm. Bislang stand er in 26 Spielen in der Startelf. Dabei erzielte er vier Tore in der Liga und eines im Pokal. An seinem Status im Team der Hamburger dürfte sich bis zum Saisonende kaum etwas ändern. Danach aber deutet sich eine Trennung an – so wie schon im vergangenen Sommer.
Über Königsdörffers Zukunft beim HSV wurde bereits viel gesprochen. Schon kurz vor dem Aufstieg sollte sein Vertrag im Frühjahr 2025 eigentlich verlängert werden. Zu einer Einigung kam es jedoch nicht. Stattdessen entschied sich der Stürmer für einen Wechsel zum französischen Erstligisten OGC Nizza. Weil es Probleme beim Medizincheck gab, platzte der Deal, Königsdörffer blieb beim HSV.

Gesundheitliche Themen begleiteten ihn im Laufe der Saison nicht, das zeigt schon ein Blick auf seine Einsatzzeiten. Auch sein Wechselwunsch im vergangenen Sommer hatte für ihn beim HSV keine negativen Folgen. Im Herbst nahmen die Verantwortlichen im Volkspark erneut Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung auf – bislang ohne Ergebnis. Offenbar auch, weil der Angreifer lieber abwarten möchte.
Königsdörffer „würde gerne irgendwann mal im Ausland spielen“
„Wir sollten uns alle überraschen lassen. Es kann in beide Richtungen gehen. Ich würde gerne irgendwann mal im Ausland spielen. Aber ich kann mir auch vorstellen, hierzubleiben“, sagte Königsdörffer zuletzt im Februar über seine Zukunft.
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Verändert hat sich die Lage seitdem nicht. Die Spielerseite sondiert den Markt, der HSV wartet ab. Die Tendenz: Im Sommer wird Königsdörffer Hamburg ablösefrei verlassen. Zeit genug, sich für einen Verbleib zu entscheiden, hatte er. Mangelnde Einsatzzeiten sind jedenfalls nicht das Problem.
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