Knie-Details und Vertragsklausel: HSV-Boss Costa gibt Vuskovic-Update
Der Mannschaftseinheit blieb Luka Vuskovic auch zu Beginn der Hoffenheim-Woche fern. Nach den Ausfällen des 19-Jährigen in Stuttgart (0:4) und Bremen (1:3) steht für ihn auch das Heimspiel gegen die TSG an diesem Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) auf der Kippe. Die Knieprobleme, sie sind weiterhin noch nicht überwunden. Oder steckt doch mehr dahinter bei Leihprofi Vuskovic? Am Dienstag äußerte sich Claus Costa.
„Natürlich fehlt Luka“, sagte der Sportdirektor nach dem Teamtraining, das Vuskovic erneut verpasste. „Wir reden aber weniger über die Spieler, die uns fehlen, sondern versuchen, den Fokus auf diejenigen zu richten, die da sind.“ Vuskovic jedoch stellt einen Sonderfall dar – aufgrund seiner Wichtigkeit für den HSV. Costa zeigte sich „positiv“, dass der Kroate im Saisonendspurt wieder einsatzfähig sein wird. Wann genau aber, das bleibt vorerst weiter offen.
Klausel im Leihvertrag von HSV-Profi Luka Vuskovic?
Laut dem „Abendblatt“ gibt es in Vuskovic‘ Leihvertrag eine Klausel, laut der sein Stammklub Tottenham darüber mitentscheiden darf, wann der Abwehrmann nach Verletzungen wieder auflaufen darf. Der Sinn dieses Passus ist Risikominimierung. Dass die „Spurs“ kein Interesse an einem längeren Ausfall von Vuskovic haben, der in London bis 2030 unter Vertrag steht, ist logisch. Und dass sich die Mediziner des Premier-League-Klubs im regelmäßigen Austausch mit den HSV-Ärzten befinden, ist üblich. Es fragt sich aber: Wann hebt Tottenham wieder den Daumen?

„Das Wort Mitspracherecht wird mir ein bisschen überstrapaziert“, sagte Costa, ohne die Vertragsklausel bestätigen zu wollen. Er erklärte nur: „Am Ende geht es darum, dass wir eine Einschätzung haben von verschiedenen Ärzten, die darauf schauen.“ Am wichtigsten sei allerdings Vuskovic‘ eigene Einschätzung zu seinem Knie. „Er ist extrem ehrgeizig und will unbedingt noch mal für uns spielen“, betonte Costa. „Es geht aber um ein Schmerzempfinden und um die Belastbarkeit des Spielers, der am Ende des Tages selbst entscheiden kann und muss, ob er spielen kann.“
Reicht Vuskovic die Zeit vor dem Hoffenheim-Spiel?
Zuletzt war Vuskovic sogar auf die britische Insel gereist, um sich untersuchen zu lassen. Am Samstag war er als moralischer Unterstützer im Weserstadion und sah sich die 1:3-Pleite von der Tribüne aus an. Der HSV präsentierte sich ohne ihn erneut defensiv anfällig. Am Montag kam Vuskovic in den Volkspark, um sich pflegen zu lassen. Und am Dienstag blieb er ebenfalls in den Katakomben, während sich seine Teamkollegen auf dem Platz versammelten.

Ändert sich das in den kommenden Tagen? „Das kann ich schwer beurteilen“, sagte Costa. „Er ist noch nicht wieder auf dem Platz und war jetzt schon ein bisschen raus. Luka trainiert aber sehr hart individuell, gesteuert von unseren Athletiktrainern. Wir müssen einfach abwarten, geduldig sein und hoffen, dass er uns schnell wieder zur Verfügung steht.“ Strukturell soll in Vuskovic‘ Knie nichts kaputtgegangen sein. Durch die Prellung oder „Stauchung“, wie Costa es ausdrückte, kam es aber „zu einer Einblutung“ und letztlich zu Schmerzen. „Das ist ein Thema, das Zeit braucht.“
Bei Dompé und Sambi Lokonga ist Costa zuversichtlich
Auf konkrete Prognosen für die kommenden Tage kann und möchte sich der HSV bei Vuskovic nicht einlassen. Bei anderen Profis gab es am Dienstag bessere Nachrichten. Alexander Røssing-Lelesiit trainierte erstmals seit seiner Syndesmoseverletzung wieder über weite Strecken mit dem Team. Albert Sambi Lokonga (Oberschenkelprobleme), Yussuf Poulsen (Muskelfaserriss) und später Jean-Luc Dompé (Fuß und Erkältung) trainierten individuell auf dem Rasen. „Es ist aber Optimismus da, dass er zeitnah wieder ins Teamtraining zurückkehrt“, sagte Costa über Dompé.
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Bei Sambi Lokonga, der zuletzt zweimal fehlte, ist der HSV-Manager ebenfalls „zuversichtlich“ für das Hoffenheim-Spiel am Samstagabend. „Das hängt aber von jeder einzelnen Einheit ab, in der das Programm gesteigert wird.“ So ist es auch bei Vuskovic, zu dem Costa noch eines sagen wollte: „Wenn Luka einsatzfähig ist, hält ihn nichts auf.“
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