Die HSV-Profis und Merlin Polzin jubeln

Die HSV-Profis und Merlin Polzin dürfen jubeln: Sie bleiben in der Bundesliga! Foto: imago images/Fotostand

Klassenerhalt offiziell! Der HSV bleibt dank Doppel-Patzer in der Bundesliga

kommentar icon
arrow down

Eines stellte Daniel Heuer Fernandes unmittelbar nach dem 2:1 in Frankfurt klar. Er werde am Sonntag nicht an einem HSV-internen Public Viewing teilnehmen, um im Idealfall den Klassenerhalt gemeinsam vor dem Fernseher feiern zu können. „Auf keinen Fall“, reagierte der Torwart lächelnd auf eine entsprechende Frage. „Am Sonntag hat ja auch jeder noch ein Privatleben.“ Zumindest auf ihre Handys werden Hamburgs Profis im Tagesverlauf aber geblickt haben. Und das Ergebnis vom späten Sonntagabend lässt sie endgültig jubeln: Der HSV bleibt der Bundesliga ohne Wenn und Aber erhalten!

Der Punktverlust des VfL Wolfsburg beim SC Freiburg beseitigte die allerletzten Fragezeichen. Die „Wölfe“ holten im 19.30-Uhr-Spiel nur ein 1:1 und schoben sich somit vorbei am FC St. Pauli. Beide Nordklubs stehen jetzt bei 26 Punkten. Aber: Beide werden den HSV (34 Zähler) an den verbleibenden beiden Spieltagen nicht mehr überholen können. Im Volkspark durften um 21.27 Uhr die Sektflaschen geöffnet werden.

St. Pauli und Wolfsburg patzen am Sonntag – der HSV jubelt

Die erste frohe HSV-Botschaft des Sonntags hatte es bereits am Nachmittag gegeben: Da verlor St. Pauli sein Heimspiel mit 1:2 gegen den FSV Mainz 05 – und somit seinen inoffiziellen Titel als Hamburgs Fußballklub Nummer eins. Die Kiezkicker hatten die beiden vorangegangenen Spielzeiten vor dem HSV beendet, zunächst als Meister der 2. Liga (2023/24). In der Aufstiegssaison der Rothosen (2024/25) wurden sie Tabellen-14. in der Bundesliga. Jetzt sind die Kräfteverhältnisse wieder umgekehrt.


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Mensch Udo: Kurz vor Lindenbergs 80. Geburtstag zelebrieren wir die Hamburger Legende
  • Er lief ins Marathon-Ziel – dann blieb sein Herz stehen: Wie Hendrik Schmidt (34) gerettet wurde
  • Hafensause: Die Highlights des Großevents
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
  • 16 Seiten Sport: Die Ziele nach der HSV-Rettung & St. Paulis harmloser Angriff
  • 28 Seiten Plan 7: Wie „Deine Freunde“ alle begeistern & Ausgeh-Tipps für jeden Tag

Und während die Kiezkicker (jetzt Rang 17, Torverhältnis von minus 28) durch das Remis von Wolfsburg (nun Platz 16, minus 25) mehr denn je um den Klassenerhalt bangen müssen, können die HSV-Bosse ohne Restzweifel in die Planungen für die zweite Bundesliga-Saison in Serie starten. Gleiches gilt für den 1. FC Union Berlin (33 Punkte), der als 13. im Tableau einen Rang hinter den Hamburgern dasteht und seit Sonntagabend ebenfalls feiern darf. Borussia Mönchengladbach (jetzt 35 Zähler, Platz elf) hatte sich durch einen 1:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund selbst gerettet.

Köln und Bremen müssen nur noch ein bisschen zittern

Der Ligaverbleib des 1. FC Köln (Platz 14, 32 Zähler) und von Werder Bremen (Rang 15, auch 32 Punkte) sind noch nicht offiziell. Sowohl der „Effzeh“ als auch der SVW haben aber sechs Punkte Vorsprung auf St. Pauli und Wolfsburg. Den Bremern könnte noch ihr ebenfalls sehr schwaches Torverhältnis zum Verhängnis werden (minus 20) – wahrscheinlich ist ein Abrutschen auf Rang 16 aber nicht mehr. Dass Werder sogar noch 17. wird, ist unmöglich, weil St. Pauli und Wolfsburg am letzten Spieltag direkt aufeinandertreffen und sich gegenseitig die Punkte wegnehmen werden.

Das könnte Sie auch interessieren: Rückschlag! Für einen HSV-Profi ist die Saison vorzeitig gelaufen

Es läuft auf ein dramatisches Endspurt-Duell zwischen den Braun-Weißen und dem VfL hinaus. Zumindest ein Klub aus dem Norden wird direkt absteigen, im Worst-Case-Szenario sogar beide – weil auch der 1. FC Heidenheim (Platz 18, 23 Zähler) nach dem 3:3 gegen die Bayern noch ein kleines Wörtchen mitredet. Dem HSV, der am Sonntagabend umgehend mit einem Post in den sozialen Medien reagierte, kann das ziemlich egal sein.

Ganz gleich, wie die Partien gegen den SC Freiburg (nächste Woche Sonntag) und Bayer Leverkusen (16. Mai) ausgehen: Die Mannschaft von Merlin Polzin bleibt erstklassig. Ausrufezeichen.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test