Kein Walter-Ball in Kiel: So lief das Comeback des Ex-HSV-Coaches
An diesem Samstag lief in der HSV-Kabine mal wieder die Zweite Liga. Der Grund: Die Rückkehr von Ex-Trainer Tim Walter sorgte für erhöhtes Interesse und wurde zumindest teilweise auch im Volkspark verfolgt. Immerhin einen Punkt holte der ehemalige Hamburger am Ende bei seinem Comeback auf der Fußball-Bühne: Mit Holstein Kiel kam er im Heimspiel gegen Aufstiegskandidat SV Elversberg zu einem 1:1. Glücklich war er damit aber nur bedingt.
Es war fast ein kleines HSV-Klassentreffen am Samstag im Holstein-Stadion. Für Elversberg waren mit den beiden Leihgaben Immanuel Pherai sowie Lukasz Poreba und zudem Jan Gyamerah und Maximilian Rohr gleich vier Ex-Hamburger dabei. Alle hatten einst auch unter Walter im Volkspark gespielt. Die Kieler führte erstmals in diesem Jahr der ehemalige HSV-Profi Jonas Meffert als Kapitän auf den Platz. An der Seitenlinie präsentierte sich Walter, wie man ihn aus der Vergangenheit kannte: Mit Wasserflasche in der Hand ging er 90 Minuten voll mit.
1:1 gegen Elversberg bei Walters Trainer-Rückkehr in Kiel
Den aus HSV-Zeiten so bekannten Walter-Ball mit vielen Positionswechseln gab es auf dem Rasen allerdings nicht zu sehen. Der 50-Jährige, der erstmals im Laufe der Saison einen Job als Trainer übernommen hatte, wollte zum Start in Kiel nur Kleinigkeiten verändern. Für mehr reichte die Zeit auch gar nicht. Der schnelle Erfolg und Punkte im Kampf um den Klassenerhalt stehen im Vordergrund.

Für das Spiel gegen Elversberg tauschte Walter den Torhüter (Timon Weiner für Jonas Krumrey) und setzte wie schon beim HSV wieder auf eine Viererkette in der Abwehr. Mehr Fußball, aber kein Spektakel: Holstein zeigte eine kompakte Spielweise mit schnellen Balleroberungen. Es war ein ordentlicher Auftritt der Kieler, die zuvor vier Liga-Spiele in Folge verloren hatten. Auch der 0:1-Rückstand durch David Mokwa (61.) sorgte nicht für Verunsicherung. Nur zwei Minuten später traf Jonas Therkelsen zum Ausgleich.
Tim Walter ist von seiner neuen Mannschaft „beeindruckt“
„Es war toll, wieder am Rand des Platzes zu stehen. Ich habe gemerkt, wie sehr mir das gefehlt hat“, sagte Walter nach dem Abpfiff am Sky-Mikrofon. Das Ergebnis sah er „mit gemischten Gefühlen“. Seine Erklärung: „Ich will immer gewinnen. Und wir hatten auch in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Sehr beeindruckend war, wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind und die Jungs ihr Leben auf dem Platz gelassen haben. Das ist das, was wir brauchen.“
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Zumindest für den ersten Punkt hat es gereicht. Am kommenden Samstag geht es für Walter und Kiel in Darmstadt gegen den nächsten Aufstiegskandidaten weiter. Auch im Volkspark werden dann sicherlich wieder ein paar Zuschauer dabei sein.
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