HSV
„KATARstrophe!“ Eigentor zum Start – wie steckt HSV-Profi Muheim den WM-Albtraum weg?
Erst kurz vorm Ende wurde Miro Muheim gegen Katar eingewechselt. Dann unterlief dem HSV-Profi ein folgenschwerer Fehler, der die Schweiz zum WM-Auftakt teuer zu stehen kam.
Wie ein Häufchen Elend kauerte Miro Muheim auf dem Rasen des Levi’s Stadium in Santa Clara – denn schlimmer hätte der Start in die WM für den HSV-Profi nicht verlaufen können. Sein Eigentor in der Nachspielzeit sorgte dafür, dass die Schweiz sich gegen Katar mit einem enttäuschenden 1:1 begnügen musste. Für den Linksverteidiger der denkbar härteste Schlag, den er zum Auftakt des Turniers hätte einstecken können.
Nichts los war in den Stunden nach der Partie auf Muheims Instagram-Kanal. In den Tagen zuvor hatte der 28-Jährige immer wieder Fotos gepostet, die seinen Stolz und die Vorfreude auf die WM widerspiegelten. Doch nach dem Katar-Spiel hatte er andere Sorgen, als Bilder zu teilen. Denn dieses Schock-Erlebnis saß tief.
HSV-Profi Muheim köpft zum WM-Start ein Eigentor
Muheim im Pech. Erst in der 89. Minute war er eingewechselt worden, um die dünne 1:0-Führung (Breel Embolo hatte nach 17 Minuten getroffen) abzusichern. Dann aber lief alles schief, was schief laufen konnte. In der vierten Minute der Nachspielzeit gelang es den Schweizern zunächst nicht, eine Flanke zu verhindern, dann ließ sich Muheim in der Mitte von Katars Kapitän Boualem Khoukhi überspringen und touchierte den Ball per Kopf so unglücklich, dass Keeper Gregor Kobel machtlos war.
Eine heftige Enttäuschung für die Schweiz, die eine Partie, die sie klar dominierte, aus der Hand gab. „KATARstrophe“, titelte der „Blick“ schon Minuten nach dem Spiel. Nationaltrainer Murat Yakin feuerte vor Wut eine Trinkflasche auf den Boden.
Der Schweizer Kapitän Xhaka findet kritische Worte
Wenn der Trainer Spieler reinbringt und man hat auf gewissen Positionen die Disziplin nicht, dann wirds schwierig.
Direkte Schuldzuweisungen erhielt Muheim nach der Partie nicht. Die Worte seines Kapitäns aber sprachen Bände. „Wenn der Trainer Spieler reinbringt und man hat auf gewissen Positionen die Disziplin nicht, dann wird’s schwierig“, kritisierte Granit Xhaka kurz nach Schlusspfiff im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. Neben Muheim waren auch die ebenfalls eingewechselten Johan Manzambi (Freiburg) und Ardon Jashari (AC Mailand) an der Entstehung des Ausgleichs beteiligt.
Offen, welche Folgen der späte Schlag nun für Muheim im weiteren Verlauf des Turniers haben wird. Ohnehin ist der Ex-Wolfsburger Ricardo Rodriguez (jetzt Betis Sevilla) auf der linken Abwehrseite der Eidgenossen gesetzt. Gegen Bosnien-Herzegowina (Donnerstag/21 Uhr) und Co-Gastgeber Kanada (24.6.) hofft Muheim nun, trotzdem mithelfen und seinen Fehler wiedergutmachen zu können.
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