HSV-trainer Merlin Polzin (l.) und sein Angreifer Robert Glatzel

HSV-Stürmer Robert Glatzel (r.) hofft auf mehr Einsatzzeit. Wird Trainer Merlin Polzin ihm diesen Wunsch erfüllen? Foto: imago/Oliver Ruhnke

„Kann Debatte nachvollziehen“: Verrät HSV-Trainer Polzin hier, wann Glatzel ran darf?

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Kaum eine andere Frage wird vor jedem HSV-Spiel derart heiß diskutiert wie die Besetzung des Angriffs. Das ist auch vor dem Aufeinandertreffen mit dem formstarken VfB Stuttgart (Sonntag, 15.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) nicht anders. Ganze neun Törchen erzielte der HSV in seinen elf Liga-Partien, nur Schlusslicht Heidenheim (acht) ist noch harmloser. Wer aber darf gegen den VfB sein Glück versuchen? Erneut Ransford Königsdörffer – oder doch erstmals in dieser Serie Robert Glatzel? Trainer Merlin Polzin scheint sich bereits festgelegt zu haben.

Nach seinem langersehnten ersten Saisontreffer gegen Dortmund (1:1) klebte Königsdörffer zuletzt in Augsburg (0:1) wieder das Pech an den Füßen, als er am Pfosten scheiterte. Glatzel aber kam auch in der Vorwoche nicht über einen Kurzeinsatz hinaus. Und diesmal?

HSV-Trainer Polzin lobt Königsdörffer und Glatzel

„Ich bin sehr glücklich darüber, dass mir beide zur Verfügung stehen“, betont Polzin. „Wenn wir eine erfolgreiche Saison spielen wollen, benötigen wir beide, um auf unsere Punkte zu kommen.“ Dass sich ein Großteil der Anhänger einen Wechsel im Angriff wünschen würde, scheint Polzin registriert zu haben, gibt sich aber salomonisch: „Ich kann die Debatte auf der einen Seite nachvollziehen, was vielleicht die Liebe der Fans zu dem einen oder anderen Spieler angeht. Auf der anderen Seite sehe ich, wie die Jungs tagtäglich für die Mannschaft brennen, und das ist für mich entscheidend.“


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Grundsätzlich bietet sich Polzin die Chance, in den kommenden Tagen auch im Angriff einiges auszuprobieren. Mit dem Heimspiel-Dreierpack gegen Stuttgart, Kiel (Mittwoch/DFB-Pokal) und Werder Bremen (7.12.) wartet ein hartes Programm auf die Hamburger. „Vor uns liegt ein super Auftakt gegen einen extrem schweren Gegner und danach zwei weitere Highlights“, erklärte Polzin am Freitag und verriet: „Natürlich spielt es in unsere Überlegungen mit rein, wie wir die Spiele gestalten wollen, auf welche Art und Weise.“

Der HSV steht vor drei Heimspielen binnen acht Tagen

Was hat Polzin vor? Wer am Freitag seinen Ausführungen folgte, konnte eine klare Tendenz heraushören, wie der Coach die Stürmerfrage zu beantworten gedenkt. Denn angesprochen auf Glatzels Qualitäten stellte er fest: „Er deckt seine Kernkompetenzen ab, wenn wir oft am Ball sind und es möglichst viele Strafraumsituationen gibt.“

Klar ist aber: Gegen Stuttgart – eines der besten Teams des Landes – wird der HSV sicher nicht das Spiel machen, sondern aus einer stabilen Deckung heraus agieren müssen und auf schnelle Gegenstöße setzen. Das spricht klar für einen weiteren Königsdörffer-Einsatz von Beginn an. Anders als drei Tage später. Gegen Zweitligist Kiel ist der HSV Favorit und wird im Normalfall deutlich mehr Ballbesitz haben. Nimmt man Polzins Worte als Fingerzeig, könnte die Pokal-Partie Glatzels langersehnte Chance werden.

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Übrigens: Im Laufe der kommenden Woche soll aus dem Stürmer-Duo, das dem Trainer zur Verfügung steht, wieder ein Trio werden. Yussuf Poulsen befindet sich weiterhin auf dem Wege der Besserung und absolvierte am Freitag Teile des Mannschaftstraining. Möglich, dass er schon gegen Kiel zur Kader-Option wird.

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