HSV kämpft um die Nummer eins im Norden: So heiß wird das Derby in Bremen
Mit einem Sieg im Nordderby in Bremen will der HSV am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der Bundesliga machen. Doch in diesem Spiel stecken mehr als nur drei Punkte. Vor allem für die Fans hat der Ausgang der Partie enorme Bedeutung. Dabei geht es auch um die Frage nach der Nummer eins im Norden. Diesen inoffiziellen Titel hatte der HSV nach einer kompletten Saison schon sehr lange nicht mehr.
2013 war ein besonderes Jahr. Zum ersten Mal seit 1294 schied mit Benedikt XVI. ein Papst nicht durch seinen Tod, sondern durch seinen Rücktritt aus dem Amt. Die Bayern holten unter Trainer Jupp Heynckes mit einem Champions-League-Finalsieg gegen Dortmund das Triple – und der HSV war letztmals die Nummer eins im Norden.
Fink holte die letzte Nordmeisterschaft mit dem HSV
Auf Platz sieben verabschiedeten sich die Hamburger damals mit Trainer Thorsten Fink in die Sommerpause. Damit war der HSV der beste Nordklub im deutschen Profifußball. Auf Platz zwei der inoffiziellen Rangliste folgte Hannover vor Wolfsburg und Bremen (alle Bundesliga). St. Pauli und Braunschweig spielten in der Zweiten Liga, Osnabrück und Rostock in der Dritten Liga – und Kiel sogar nur in der Regionalliga.

Nach schweren Zeiten und dem zwischenzeitlichen Absturz auf Platz fünf im Nord-Ranking – hinter Wolfsburg, Bremen, St. Pauli und Kiel – kann der HSV nach 13 Jahren jetzt wieder den Sprung nach ganz oben schaffen. Ein fast schon historischer Moment, für den aber noch die letzten Schritte gegangen werden müssen. Der wichtigste wartet am Samstag im Weserstadion.
Die HSV-Bilanz gegen Nordklubs ist ausbaufähig
Für den HSV ist es gleichzeitig das letzte von insgesamt sechs Nord-Duellen in dieser Bundesliga-Saison. Auch wenn die Hamburger das Hinspiel gegen Bremen mit 3:2 gewannen, ist ihre Bilanz in dieser Spielzeit in den direkten Auftritten gegen die Nordklubs noch ausbaufähig. In einer Tabelle, die nur die Spiele zwischen dem HSV, Werder, St. Pauli und Wolfsburg berücksichtigt, steht aktuell noch Bremen an der Spitze.
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Immerhin neun Punkte hat Werder aus bislang fünf Nord-Vergleichen in dieser Saison geholt – mit zwei Siegen gegen Wolfsburg und einem gegen St. Pauli. Beim HSV und bei St. Pauli sind es jeweils sieben Zähler, bei Wolfsburg sechs. Richtig abgerechnet wird zum Schluss. Der HSV hat den Ausgang selbst in der Hand – und kann im besten Fall direkt an diesem Samstag gleich mehrfach jubeln. Für Werder ist das Nordderby auf der anderen Seite mit Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt und die Nordmeisterschaft ebenfalls eine große Chance. Noch ist alles möglich.
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