Die HSV-Abwehrspieler Jordan Torunarigha (l.) und Luka Vuskovic

Jordan Torunarigha (l.) und Luka Vuskovic bildeten zuletzt ein starkes HSV-Bollwerk. Foto: IMAGO/Steinsiek.ch

„Ist wie mein kleiner Bruder“: Die besondere Beziehung zweier HSV-Profis

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Das nächste ganz harte Stück Arbeit steht dem HSV bevor. Beim Gastspiel in Hoffenheim (15.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) wartet am Samstag die fünftbeste Angriffsreihe der Liga auf die Hamburger. Dort aber bildeten zuletzt vor allem Luka Vuskovic und Jordan Torunarigha ein schwer zu bezwingendes Bollwerk. Wohl auch, weil beide eine besondere Beziehung miteinander verbindet.

Auch diesmal wollen sie wieder jubeln, so, wie zuletzt nach dem 3:2 gegen Werder Bremen. Da eskalierten die HSV-Profis vor Freude, insbesondere Torunarigha war kaum noch zu stoppen. Mit schwenkender Eckfahne hüpfte der Abwehrmann vor der Nordtribüne auf und ab und ließ seinen Emotionen freien Lauf. „Das Gefühl, mit den Fans gemeinsam zu jubeln – egal ob heim oder auswärts – ist immer geil“, sagte der 28-Jährige nun auf der vereinseigenen Homepage. „Dieses Gefühl wollen wir unbedingt wieder erzeugen.“

HSV-Profis Torunarigha und Vuskovic haben Top-Quoten

Torunarigha war zuletzt einer der Wegbereiter der Erfolge gegen Stuttgart (2:1) und Werder. Heimlich, still und leise mauserte sich der im Sommer aus Gent gekommene Profi zu einem der aktuell stabilsten Abwehrspieler der Liga. Mit einer Zweikampfquote von 62,7 Prozent belegt er Rang 13 der Bundesliga, Vuskovic ist mit 69,2 Prozent gewonnenen Duellen sogar Bestandteil der Top fünf.


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Der 18-Jährige begeistert die Liga, auch Torunarigha ist des Lobes voll und hatte Vuskovic schon vor der gemeinsamen HSV-Zeit im Auge. „Luka und ich verstehen uns blind“, so der gebürtige Chemnitzer. „Ich kenne ihn noch aus meiner Zeit in Belgien, als er dort als Leihspieler aktiv war. Er ist so ein bisschen wie mein kleiner Bruder.“ Und weiter: „Wir kommunizieren viel miteinander, sprechen über Details beim Verteidigen und geben uns gegenseitig Anweisungen. Ich bin zwar etwas älter als er, habe aber kein Problem damit, auch von einem jüngeren Spieler Ratschläge anzunehmen. Insgesamt verstehen wir uns im Abwehrverbund sehr gut.“

Torunarigha litt beim HSV zunächst unter Schmerzen

Das machte sich vor allem in den vergangenen Wochen bemerkbar, als Torunarigha nach schwerem Saisonstart (auch aufgrund von Achillessehnenproblemen) von Spiel zu Spiel an Sicherheit gewann. „Zu Beginn der Saison hatte ich ein paar Schwierigkeiten und eine harte Phase“, gibt er zu. „Es freut mich, dass ich jetzt immer besser reinkomme. Zugleich bin ich aber nie zufrieden, auch nicht nach vermeintlich guten Spielen.“

Völlig losgelöst: Jordan Torunarigha (l.) nach dem 3:2 gegen Werder Bremen. WITTERS
Jordan Torunarigha feiert nach dem Sieg des HSV gegen Werder.
Völlig losgelöst: Jordan Torunarigha (l.) nach dem 3:2 gegen Werder Bremen.

In Hoffenheim steht die HSV-Defensive um Torunarigha, Vuskovic und Nicolás Capaldo vor der nächsten harten Prüfung. 25 Mal trafen die Kraichgauer in dieser Saison bislang, nur die Bayern (49 Treffer), Dortmund, Leverkusen und Frankfurt je 28) netzten noch öfter. „Hoffe“ belegt nach 13 Spieltagen den starken fünften Tabellenplatz.

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„Ich will in jedem Spiel gemeinsam mit meinen Kollegen in der Defensive zeigen, dass wir die Null halten wollen“, sagt Torunarigha vor dem Duell mit Andrej Kramaric, Fisnik Asllani und Co. Für den gebürtigen Chemnitzer geht es ab sofort aber auch darum, seinen eigenen Stammplatz zu festigen. Daniel Elfadli, der vor seiner Verletzung den linken Part in der Dreier-Abwehrkette bekleidete, ist wieder fit und lauert auf seine Chance. Kein leichtes Unterfangen, sollte Torunarigha so stabil wie zuletzt auftreten.

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