Ist der HSV-Leader dabei? Capaldos WM-Traum rückt immer näher
Mit Luka Vuskovic (Kroatien), Sander Tangvik (Norwegen) und Miro Muheim (Schweiz) sind bislang drei Profis, die in der zurückliegenden Saison für den HSV gespielt haben, für die WM nominiert. Ransford Königsdörffer (Ghana) und Nicolás Capaldo (Argentinien) hängen noch in der Warteschleife, wobei bei ersterem alles auf einen freien Sommer hindeutet, da er für das Testspiel der „Black Stars“ in Wales nicht nominiert wurde. Bei Capaldo deutet sich immer mehr eine spektakuläre Entscheidung an.
Capaldo, der noch nie ein Spiel für die argentinische A-Nationalmannschaft bestritten hat, könnte an der Seite von Lionel Messi bei der WM als Titelverteidiger antreten. Das klingt auf den ersten Blick verrückt. Komplett unrealistisch ist dieses Szenario aber nicht. Vielmehr verdichten sich in Argentinien die Hinweise, dass der HSV-Kämpfer dabei sein wird, wenn Trainer Lionel Scaloni am kommenden Samstag sein Aufgebot für die WM bekannt gibt.
Argentinien hat Probleme in der Defensivabteilung
Als Gründe werden seine überzeugenden Leistungen beim HSV in der zurückliegenden Saison und einige personelle Probleme in der Defensivabteilung des amtierenden Weltmeisters genannt. Die beiden Rechtsverteidiger Nahuel Molina (Atlético Madrid) und Gonzalo Montiel (River Plate) haben aktuell mit Muskelverletzungen zu kämpfen, Innenverteidiger Cristian Romero (Tottenham) musste zuletzt wegen einer Knieverletzung aussetzen.

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Da Capaldo in der Defensive flexibel auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden kann, rückt er für Argentinien nun immer stärker in den Fokus. Gespielt hat er für sein Heimatland bislang nur für die U23 in den Jahren 2019 und 2020. Damals gehörte er zur Olympia-Mannschaft und schaffte mit ihr auch die Qualifikation für die Spiele 2021 in Tokio. Teilnehmen durfte er an dem Turnier dann aber nicht, weil sein damaliger Verein Red Bull Salzburg die Freigabe verweigerte.
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Fünf Jahre später kann es für Capaldo nun statt zu Olympia mit Argentinien zur Weltmeisterschaft gehen. Im Rennen um einen der letzten Kaderplätze läuft es laut argentinischen Medien auf einen Zweikampf mit Agustín Giay hinaus. Der 22-jährige Rechtsverteidiger, der wie Capaldo auch im Abwehrzentrum eingesetzt werden kann, spielt aktuell für Palmeiras São Paulo in Brasilien und hat gerade erst im März sein Debüt für die argentinische Nationalmannschaft gegeben. Eigentlich sollte damals auch schon Capaldo dabei sein. Der HSV-Leader musste aber wegen einer Verletzung der Bauchmuskulatur absagen. Jetzt wäre der 27-Jährige fit und bereit.