Yussuf Poulsen im Luftzweikampf mit Berlins Danilho Doekhi.

Yussuf Poulsen (l.) gibt im Zweikampf mit Berlins Danilho Doekhi alles. Foto: WITTERS

„Ich kann mich nicht zurückhalten“: HSV-Kapitän Poulsen will jetzt immer mehr

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Ab sofort darf auch der Kapitän beim HSV wieder mitjubeln und mithelfen. Rund sechs Wochen musste Yussuf Poulsen verletzt zuschauen. Beim 3:2 gegen Union Berlin feierte der Stürmer sein Comeback. Jetzt will er bis zum Saisonende dabei bleiben. Den ersten Härtetest hat sein Körper gut überstanden.

Ein bisschen brannte bei Poulsen die Lunge. Das lag aber vor allem an der Kälte und war eine normale Reaktion. „Es war sehr schön, wieder auf dem Platz zu stehen. Ich bin einfach froh, dass es meinem Körper gut geht“, strahlte der Däne nach dem Heimspiel gegen Union.

Poulsen überzeugt bei Comeback als starker Zweikämpfer

In der 72. Minute war Poulsen auf den Platz gekommen. Die Zeit reichte für neun Ballkontakte. Einen Torschuss gab er nicht ab. Im Vordergrund stand zum Ende der Partie aber ohnehin der Kampf – und dort half der 31-Jährige ordentlich mit. Alle seine drei Zweikämpfe konnte Poulsen gewinnen. Zufrieden verließ er am Ende wieder den Rasen. „Es war ein gutes Spiel von uns. Union spielt immer gleich, da kannst du nicht alles kontrollieren. Da muss man mitmachen und dagegenhalten, das haben wir gemacht.“

Als Belohnung gab es den sechsten Sieg in dieser Spielzeit. Der Puffer auf den Relegationsplatz wurde auf sechs Zähler ausgebaut. „Wir stehen gut da, sind zufrieden mit dem, was wir geleistet haben“, sagte Poulsen. „Noch können wir uns dafür aber nichts kaufen. Wir müssen einfach so weitermachen, dann wird es hoffentlich gegen Ende der Saison eine leichtere Saison als vielleicht vermutet.“

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Poulsen will dabei jetzt vor allem wieder mehr auf dem Platz helfen. Nach schon vier Verletzungspausen in dieser Saison und insgesamt 13 verpassten Pflichtspielen hofft der Angreifer, dass er nun ohne weitere Rückschläge durch die Saison kommt. Sollte er auf dem Trainingsplatz dabei mal etwas weniger machen, sieht er das vor allem als Schutzmaßnahme. „Es wird viel auf die Daten geguckt und alles kontrolliert“, so der Angreifer, der ab und zu auch mal gebremst werden muss. „Ich kann mich nicht zurückhalten und das wissen die Trainer auch. Wenn ich auf dem Platz bin, haue ich mich immer voll rein und denke nicht darüber nach, was mal war.“

Konkurrenzkampf soll den HSV jetzt stärker machen

Nach eigenen Aussagen wäre er jetzt wohl auch schon wieder bereit für die Startelf. Dort hat er für den HSV in dieser Saison bislang erst ein Spiel gemacht. Treffen sollen diese Entscheidung aber vor allem die Trainer. Dass es für das Trainerteam im Angriff aktuell wieder die volle Auswahl gibt und insgesamt fünf Mittelstürmer zur Verfügung stehen, sieht Poulsen als großen Vorteil. „Konkurrenzkampf ist gut, es macht alle besser“, sagt der HSV-Kapitän. „Hoffentlich bleibt es so bis Ende der Saison, dann werden wir viele Punkte holen in der Rückrunde. Dann spielt der Stürmer, der an dem Tag am besten in Form ist.“

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Am kommenden Freitag muss für das Gastspiel in Mainz die nächste Sturm-Entscheidung getroffen werden. Für Poulsen ist Mainz ein besonderer Gegner: In 15 Spielen hat er gegen Mainz schon fünf Tore erzielt und fünf weitere Treffer vorbereitet. Gegen keinen anderen Gegner war er bislang an so vielen Toren direkt beteiligt.

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