HSV-Zukunft? Costa ordnet Statement von Heuer Fernandes ein
Die Sätze, die Daniel Heuer Fernandes nach dem 0:4 in Stuttgart zu seiner HSV-Zukunft aussprach, wirkten durchaus überraschend. Seine Kernaussagen waren vor eineinhalb Wochen diese: „Es ist einfach noch nichts zu verkünden. Wir sind am Anfang und deswegen schauen wir mal.“ Am Anfang? Diese Worte machten manch einen Fan stutzig, nicht aber Claus Costa. Hamburgs Sportdirektor reagierte am Dienstagnachmittag gelassen.
Am Rande des ersten HSV-Teamtrainings der Woche betonte Costa, dass er weiterhin „ganz entspannt“ sei in Hinblick auf die Vertragsverhandlungen mit Heuer Fernandes: „Da sowohl zu Ferro als auch zu seiner Agentur ein Vertrauensverhältnis besteht.“ Damit meinte der Manager die Firma „Roof“, von der sich der HSV-Torwart seit Anfang März wieder beraten lässt. Zuvor hatte Heuer Fernandes jahrelang den Diensten von „Wasserman“ vertraut.
HSV-Boss Costa hat „keinen neuen Stand“ beim Torwart
Costa ordnet Heuer Fernandes’ jüngstes Statement, dass die Zukunftsgespräche mit dem HSV weiterhin „am Anfang“ stünden, deshalb so ein: „Wenn man schaut, dass er seine Agentur gewechselt hat, ist das ja immer eine Art Neustart.“ Natürlich befanden sich die Parteien auch vor dem Beraterwechsel des Deutsch-Portugiesen im Austausch. Und auch danach fanden Gesprächsrunden statt – nur eben noch ohne entscheidenden Durchbruch.

„Es gibt da keinen neuen Stand“, sagte Costa am Dienstag. Damit bleibt der Stand der bisherige: Heuer Fernandes’ eigentlich Ende Juni auslaufender Vertrag würde sich automatisch um ein Jahr verlängern, sollte der HSV den Klassenerhalt schaffen. Grundsätzlich aber sind Profi und Verein an einer Lösung interessiert, die unabhängig vom sportlichen Abschneiden an den verbleibenden Spieltagen ist. Der HSV möchte den Keeper halten, würde ihm wohl einen neuen Zweijahreskontrakt geben – und der 33-Jährige kann sich einen Verbleib gut vorstellen. Aber auch die finanziellen Modalitäten müssen stimmen. Heuer Fernandes spielt eine starke Saison, hat seinen Wert unterstrichen.
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„So wie ihr mich fragt, fragt ihr ihn ja auch immer“, sagte Costa zu den Journalisten, und ergänzte schmunzelnd: „Da muss man ja eine gute Antwort geben, weil man gut erzogen ist.“ Zur Einordnung gehört schließlich auch, dass Heuer Fernandes unmittelbar nach einer deutlichen 0:4-Pleite Stellung bezogen hatte. Relativ knapp. Vermutlich noch voller Emotionen. Und am Mikrofon des übertragenden Streamingdienstes DAZN. Er hatte gesagt: „Jeder weiß, was der Verein an mir und ich am Verein habe. Deshalb muss man sich zusammensetzen und schauen, ob man eine Lösung findet.“ Das gilt auch weiterhin. Der HSV-Poker um Heuer Fernandes‘ Zukunft zieht sich hin.
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