HSV-Zugang Grønbæk fällt wochenlang aus – und er ist nicht der Einzige
Bereits zum Beginn dieser Woche musste der HSV eine bittere Pille schlucken, als bekannt wurde, dass Albert Sambi Lokonga aufgrund eines Außenbandrisses etwa drei Wochen lang pausieren muss. Nun erwischte es den nächsten Mittelfeldspieler: Auch Albert Grønbæk fällt bis in den März hinein aus. Der gerade von Stade Rennes geliehene Däne zog sich einen Faszienriss im rechten Oberschenkel zu.
Für Grønbæk ein frustrierender Start im Volkspark. Eigentlich wollte der 24-Jährige zügig beim HSV Fuß fassen und sich durch starke Leistungen auch wieder für Dänemarks Nationalteam empfehlen. Doch daraus wird erst mal nichts. Schon in Heidenheim (2:0) fehlte er aufgrund körperlicher Defizite, nach seiner Verletzung wird er nun auch zumindest die Partien gegen Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de), in Mainz (20.2.) und wohl auch den Heimspiel-Doppelpack gegen Leipzig (1.3.) und Leverkusen (4.3.) verpassen.
Grønbæk kam bereits mit voller Krankenakte zum HSV
Extrem bitter, denn Grønbæk kam bereits mit einer nicht unerheblichen Krankenakte im Gepäck nach Hamburg. In den vergangenen vier Monaten war er aufgrund von Verletzungen bei seinem vorherigen Leihklub CFC Genua nur zu drei Kurzeinsätzen gekommen. Seit Mitte Dezember machten ihm muskuläre Probleme zu schaffen. Fehlende Spielpraxis und Fitness, die sich nun auch in Hamburg schnell zeigten.

Am Dienstag wirkte der Däne noch voll im Mannschaftstraining mit, klagte dann am Mittwoch aber über Probleme und beschäftigte sich nach den Aufwärm-Spielen separat. Die anschließende Untersuchung im Atleticum im Volkspark offenbarte dann, wie schwer es den Nationalspieler (acht Einsätze) erwischt hat. Dabei hatte er vor wenigen Tagen in einer Medienrunde noch erklärt: „Mein Kopf und mein Körper sind bereit.“ Nun der Rückschlag.
HSV-Zugang kam als Ersatz für Immanuel Pherai
Schlecht für den HSV, der Grønbæk eigentlich als Ersatz für den nach Elversberg verliehenen Immanuel Pherai verpflichtete. Nun aber stellt sich die Frage, wie schnell und ob sein Nachfolger überhaupt zu einer Verstärkung für den HSV werden kann. Auch mental keine einfache Situation für Grønbæk, der in den kommenden Monaten um seine sportliche Zukunft spielt. Im Sommer besitzt der HSV eine Kaufoption auf ihn, die im Bereich von fünf Millionen Euro liegen soll. Greifen die Klubbosse nicht zu (wovon aktuell auszugehen ist), müsste Grønbæk zurück nach Frankreich. Offen aber, ob der Klub aus der Bretagne, der ihn gerade bereits zum dritten Mal binnen zwölf Monaten verlieh (erst nach Southampton, dann nach Genua, nun zum HSV), Verwendung für ihn hätte.
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Neben Sambi Lokonga und Grønbæk wird der HSV gegen Union mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin auf Fabio Baldé verzichten müssen. Der Flügelstürmer befindet sich nach muskulären Problemen aktuell noch im Aufbautraining und absolvierte in dieser Woche bislang lediglich individuelle Einheiten auf dem Platz.
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