HSV zieht die Klausel! Alles klar: Das wird der erste Neue des Sommers
Im Januar hätte er für vermutlich sechs bis acht Millionen Euro in die Premier League wechseln können. Eine Ausstiegsklausel für die Wintertransferperiode gab es aber nicht im Vertrag von Kofi Amoako. Der 21-Jährige verbrachte deshalb auch die Rückrunde in der 2. Liga bei Dynamo Dresden, das ihn jetzt aber nicht mehr halten kann. Der talentierte Mittelfeldmann wechselt für einen Schnäppchenpreis in die Bundesliga – zum HSV!
Amoako selbst hatte seine Entscheidung bereits getroffen, jetzt herrscht nach MOPO-Informationen Klarheit: Der Youngster kommt zum HSV, der eine Summe zwischen einer und zwei Millionen Euro nach Dresden überweisen wird. Eine Ausstiegsklausel für diesen Sommer macht den Deal möglich. Er schmerzt die SG Dynamo, denn Amoakos Marktwert liegt mittlerweile deutlich höher. Dass der sechsmalige deutsche U20-Nationalspieler den nächsten Karriereschritt gehen würde, dessen war man sich in Dresden aber bewusst.
Kofi Amoako kommt für unter zwei Millionen Euro zum HSV
31-mal lief Amoako in dieser Saison bisher für den Zweitligisten auf. 28-mal gehörte er der Startelf an, nachdem er im vergangenen Sommer vom VfL Wolfsburg zu den Sachsen gewechselt war. Die „Wölfe“ hatten den gebürtigen Hannoveraner in der Saison 2024/25 an den VfL Osnabrück verliehen und gaben ihn im Vorjahr fest ab. Dresden schlug für wenige Hunderttausend Euro zu – und muss sich nicht einmal ein Jahr später schon wieder von Amoako verabschieden. Der HSV hat in ihm seinen ersten Zugang des Sommers gefunden.
Die Perspektive im Volkspark überzeugte den 1,86 Meter großen Amoako, der ein ähnliches Spielerprofil erfüllt wie Nicolai Remberg. Als Sechser oder Achter soll er das HSV-Mittelfeld stärken und dabei seine Dynamik sowie Zweikampfstärke einbringen. Die Bundesliga kennt der Sohn eines Ghanaers bereits: 2023/24 feierte er für Wolfsburg sein Debüt im Oberhaus, mehr als zwei Kurzeinsätze wurden es – bisher – jedoch nicht. Damals war Amoako erst 18 Jahre alt. Jetzt ist er gereift und ein gestandener Zweitliga-Profi, der nach Größerem strebt.
Für Dynamo Dresden geht es noch um den Klassenerhalt
Am Sonntag (15.30 Uhr) wird er voraussichtlich sein Abschiedsspiel für Dresden absolvieren. Es geht vor heimischer Kulisse gegen Tim Walters Holstein Kiel – und darum, nicht doch noch auf Relegationsrang 16 abzurutschen. Vor dem letzten Spieltag steht Dynamo (38 Punkte) auf Rang 13 und kann nicht mehr direkt absteigen, hat aber nur einen Mini-Vorsprung auf die Verfolger Eintracht Braunschweig (37 Punkte, spielt auf Schalke), Fortuna Düsseldorf (auch 37, tritt beim ebenfalls abstiegsbedrohten Fürth, 34, an) sowie Bielefeld (36, empfängt Hertha BSC). Stand jetzt müsste die Arminia in die Entscheidungsduelle um den Abstieg in die 3. Liga. Bei einer eigenen Niederlage und Siegen der drei Konkurrenten müsste Dresden aber in die Relegation.
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Amoako kämpft mit seinem Noch-Klub um den Klassenerhalt, wird in der neuen Saison aber in jedem Fall eine neue Heimat haben – in Hamburg. Es gab schon im Winter mehrere andere Interessenten, nicht zuletzt von der britischen Insel. Die zahlungskräftigen Premier-League-Klubs um Leeds United schauten und schauen allerdings in die Röhre. Den Zuschlag erhält der HSV – und die Hamburger dürften ihren ersten Neuen des Sommers zeitnah präsentieren.