Emir Sahiti und Aboubaka Soumahoro arbeiten auf dem HSV-Trainingsplatz.

Emir Sahiti (l.) und Aboubaka Soumahoro sind zwei von fünf Spielern, die der HSV in dieser Saison verliehen hat. Foto: WITTERS

HSV-Trio vor ungewisser Zukunft: Die Leiden der Leihspieler

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Mit Luka Vuskovic, Fábio Vieira, Damion Downs, Philip Otele, Albert Grønbæk und Giorgi Gocholeishvili hat der HSV aktuell sechs Leihspieler im Kader. Auch wenn bislang nicht jeder Plan aufgegangen ist, sind die Verantwortlichen im Volkspark unterm Strich mit dem Ergebnis zufrieden. Dafür sorgen vor allem Vuskovic und Vieira. Auf der anderen Seite hat der HSV auch fünf Spieler verliehen. Dort fällt die Zwischenbilanz allerdings etwas anders aus. Es gibt zumindest zwei größere Sorgenkinder und einen ungewissen Fall.

Lukasz Poreba und Immanuel Pherai hat der HSV in dieser Spielzeit an die SV Elversberg verliehen. Das Duo ist beim Tabellenzweiten der Zweiten Liga voll im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg dabei. Poreba spielt bereits die komplette Saison in Elversberg und ist klarer Stammspieler. Pherai kam erst im Winter dazu und stand zuletzt ebenfalls in der Startelf. Für alle Seiten läuft es bislang in die richtige Richtung. Elversberg kann beide Spieler nach der Saison per Kaufoption fest verpflichten. Das wäre keine Überraschung.

Sahiti soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen

Auch bei Emir Sahiti hat sich der Abgang aus dem Volkspark im Winter zunächst gelohnt. Der HSV verlieh den Offensivspieler an den israelischen Rekordmeister Maccabi Tel Aviv. In seinen ersten fünf Spielen für Tel Aviv erzielte er vier Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Danach wurde der Spielbetrieb wegen der gefährlichen Lage im Nahen Osten allerdings eingestellt. Sahiti reiste mit seiner Familie nach Kroatien aus.

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Am Osterwochenende soll der Spielbetrieb in Israel wieder aufgenommen werden – allerdings unter besonderen Bedingungen. Die Spiele werden aus Sicherheitsgründen zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Lage bleibt ungewiss. Das gilt wohl auch für Sahitis Zukunft. Grundsätzlich besitzt Maccabi für den Sommer eine Kaufoption.

Nicht einmal ansatzweise eine Erfolgsgeschichte sind bislang die HSV-Leihgaben Aboubaka Soumahoro und Joel Agyekum. Die beiden Verteidiger sollten eigentlich reichlich Spielpraxis sammeln und dann gestärkt in den Volkspark zurückkehren oder sich für andere Aufgaben empfehlen. Derzeit ist kaum vorstellbar, dass das noch gelingt.

Agyekum und Soumahoro stehen vor HSV-Rückkehr

Agyekum ist an den Drittligisten Viktoria Köln verliehen. Er stand bislang in keinem Ligaspiel in der Startelf – vor allem aus sportlichen Gründen. In den vergangenen zehn Pflichtspielen saß er nur auf der Bank. In diesem Jahr reichte es bislang lediglich zu einem Joker-Einsatz über sieben Minuten. Bei Soumahoro läuft es sogar noch schlechter. Er hat für den französischen Zweitligisten AS Saint-Étienne, zu dem er im Winter auf Leihbasis wechselte, noch gar nicht gespielt. Zuletzt schaffte es der 21-Jährige bei den Franzosen nicht einmal mehr in den Kader.

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Eine maximal unbefriedigende Situation für alle Beteiligten. Daran lässt sich im Moment allerdings nichts ändern. Theoretisch könnten die Leihverträge zwar auch im Laufe der Saison aufgelöst werden, einsetzen dürfte der HSV die Spieler dann jedoch nicht. Entsprechend ist das im Volkspark derzeit auch kein Thema. Soumahoro und Agyekum werden im Sommer zum HSV zurückkehren – höchstwahrscheinlich nahezu ohne Spielpraxis. Bei Sahiti muss die unsichere Lage in Israel abgewartet werden.

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