HSV-Torwart Daniel Peretz klatscht in die Hände

Torwart Daniel Peretz will den HSV nach einem halben Jahr wieder verlassen. Foto: WITTERS

HSV-Torwart Peretz will mit Trainings-Streik seine Freigabe erzwingen!

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Es wird nicht langweilig beim HSV. Nach dem Kuntz-Aus zum Jahresstart gibt es die nächste brisante Entwicklung im Volkspark – diesmal rund um Daniel Peretz. Der Torhüter will den Klub im Winter unbedingt verlassen – und setzt dabei auf eine Maßnahme, die zumindest fragwürdig wirkt.

Auch das zweite HSV-Training des Jahres fand am Samstag auf dem Kunstrasenplatz im Volkspark statt. Nicolás Capaldo und Miro Muheim waren wieder dabei, nachdem sie am Vortag gefehlt hatten. Von Peretz war dagegen erneut nichts zu sehen – obwohl er längst zurück in Hamburg ist.

Trainieren will der Keeper aktuell nicht. Der Nationaltorhüter soll den Verantwortlichen mitgeteilt haben, dass er sich dazu derzeit nicht in der Lage fühle. Der Hintergrund ist klar: Peretz will mit seiner Aktion eine Freigabe erzwingen. Mit dem englischen Zweitligisten FC Southampton soll er bereits einen neuen Verein gefunden haben.

Daniel Peretz will nach Southampton wechseln

Peretz befindet sich damit faktisch im Streik. Statt auf dem Platz zu arbeiten, absolvierte er am Samstag lediglich ein Programm im Kraftraum – ein ungewöhnlicher Schritt. Ob er damit schnell ans Ziel kommt, ist allerdings offen.
Grundsätzlich ist Peretz bis zum Saisonende vom FC Bayern München an den HSV ausgeliehen. Eine Vertragsklausel, die einen vorzeitigen Abbruch der Leihe im Winter ermöglicht, gibt es nicht. Ein Wechsel wäre nur möglich, wenn sich alle Seiten auf eine vorzeitige Auflösung einigen.


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Das Problem: Der HSV will Peretz erst dann freigeben, wenn ein Ersatz gefunden ist – das ist bislang nicht der Fall. Entsprechend soll der Keeper eigentlich zunächst bleiben. Mit seinem Streik versucht Peretz nun offenbar, den Prozess zu beschleunigen. Am Ende könnte er sich damit jedoch selbst am meisten schaden. Ein sauberer Abgang wäre das so jedenfalls nicht.

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