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HSV-Stürmer: Titz hält Lasogga am Boden

Trainer Christian Titz (l.) im engen Austausch mit Stürmer Pierre- Michel Lasogga.

Trainer Christian Titz (l.) im engen Austausch mit Stürmer Pierre- Michel Lasogga.

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Witters

Ein wenig überraschend wäre die Aufstellung gegen Dresden dann doch gewesen: Statt Pierre-Michel Lasogga hätte in Sachsen wohl Kapitän Aaron Hunt gestürmt, der Doppel-Torschütze gegen Bielefeld (3:0) damit nur auf der Bank gesessen. Trainer Titz hält Lasogga am Boden!

„Wir werden die Mannschaft immer so aufstellen, wie es am besten gegen den Gegner passt“, sagte der Hamburger Übungsleiter.

Mantraartig hatte Christian Titz bereits in der Vorbereitung verlautbart, dass er seine Mannschaft von Spiel zu Spiel immer wieder verändern würde, kein Profi automatisch gesetzt sei.

Doch bei Lasogga überrascht diese Maßnahme. Der bullige Angreifer befindet sich in starker Form, spürt den großen Rückhalt der Fans und ist durch seine beeindruckende Statur gerade zu prädestiniert für den Fußball in der Zweiten Liga - und doch hätte er nach zuletzt starken Auftritten in Dresden nicht gespielt.

Trainer Titz, so wurde es schon häufiger im Volkspark erzählt, sei nicht der größte Fan von der Spielweise des 26-jährigen Topverdieners (3,4 Millionen Euro plus Prämien), bevorzugt eher spielstarke Stürmer als reine Vollstrecker.

Und so erklärte der Chefcoach, wie sein Plan mit Lasogga gegen Dynamo ausgesehen hätte. „Pierres Qualitäten wären sicherlich auch in Dresden sehr gut zur Geltung gekommen“, sagte Titz und fügte an: „Die Frage ist nur, wann. Das Spiel gegen Bielefeld hat gezeigt, dass ein Stürmer wie er große Qualitäten hat, wenn du einen Gegner müde gespielt hast und wir viel häufiger in die Box reinkommen.“

Lasogga wird sich also auch in Zukunft nie sicher sein können, ob der Trainer ihm auch von Beginn an das Vertrauen schenkt. Ob dies förderlich für die Gemütslage und das Selbstvertrauen des Angreifers sind, steht dabei auf einem anderen Blatt.