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HSV-Star: Durchbruch im Fall Jatta! Gambias Ministerium bestätigt seine Identität

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HSV-Boss Bernd Hoffmann, Bakery Jatta sowie die Anwälte Thomas Bliwier und Philipp Winter (v.l.).

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picture alliance/dpa

Am heutigen Freitag endet die Frist, die das Bezirksamt Hamburg-Mitte Bakery Jatta und seinen Rechtsvertretern gesetzt hatte. Doch schon Mitte der Woche reichte Anwalt Thomas Bliwier die geforderte Stellungnahme ein – und legte Dokumente vor, die beweisen, dass Jatta seine Identität nicht gefälscht hat.

Vor dreieinhalb Wochen berichtete die „Sport Bild“ über den Verdacht, dass Jatta eigentlich Bakary Daffeh heiße und nicht 21, sondern schon 23 Jahre alt sei. Damit wurde eine Hetzjagd auf den Gambier ausgelöst, die nicht nur zu Einsprüchen des 1. FC Nürnberg, des VfL Bochum sowie des Karlsruher SC gegen die Wertung ihrer HSV-Pleiten und einer Anhörung vor dem DFB-Kontrollausschuss, sondern auch zu Pfiffen und Schmährufen („Steh auf, du Sau“) von KSC-Fans führte.

Anwalt legt Jattas Geburtsurkunde vor

Neben einem durch die deutschen Behörden und das gambische Generalkonsulat in Köln auf Echtheit geprüften Reisepass legte Anwalt Bliwier dem Bezirksamt Hamburg-Mitte nun auch eine Kopie der Original-Urkunde aus dem Geburtenregister Gambias aus dem Jahr 1998 vor – mit den Daten, die Jatta sowohl bei seiner Einreise als Flüchtling nach Deutschland im Sommer 2015 als auch vor der Unterschrift unter den HSV-Vertrag im Juni 2016 angegeben hatte: Bakery Jatta, 6. Juni 1998.

Gambias Ministerium bestätigt Dokument

Doch damit nicht genug! Bliwier belegt die Richtigkeit der Daten zudem mithilfe einer eidesstattlichen Versicherung durch einen Urkundsbeamten des Außenministeriums Gambias. Darin bestätigte dieser, dass Jattas Geburtsurkunde dort im Original vorliege.

DFB wartet auf Urteil des Bezirksamts

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte wird die von der Jatta-Seite eingereichten Dokumente nun prüfen – und sollten keinerlei Zweifel an der Echtheit aufkommen, was wahrscheinlich ist, wird die Akte Jatta von der Behörde geschlossen. Das wiederum hätte zur Folge, dass auch das DFB-Sportgericht den Fall als erledigt erklären würde und die Einsprüche aus Nürnberg, Bochum und Karlsruhe abgewiesen werden.