HSV-Stürmer Robert Glatzel liegt verletzt vom Feld

Besorgte Blicke: HSV-Stürmer Robert Glatzel deutet an, dass er ausgewechselt werden muss. Foto: WITTERS

HSV-Sorgen um Glatzel: Fällt der Torschütze gegen Kiel und Bremen aus?

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Was für ein Comeback – und welch ein Pech! Binnen weniger Minuten wandelte Robert Glatzel beim 2:1 (1:0) gegen Stuttgart zwischen Himmel und Hölle des Profi-Daseins, wurde erst zum Tor-Helden und musste wenige Minuten später verletzt raus. Die bittere Folge: Der Torjäger könnte dem HSV in den anstehenden Nord-Derbys am Mittwoch gegen Kiel (Pokal) und kommenden Sonntag gegen Werder Bremen aufgrund einer Muskelverletzung fehlen.

Merlin Polzin brauchte nicht viele Worte, um zu beschreiben, was ihm durch den Kopf ging, als Glatzel das Spielfeld nach 34 Minuten verlassen musste. „Scheiße“, dachte der Trainer, mehr nicht. „Das war natürlich sehr unglücklich. Vor allem für Bobby tut es mir sehr leid, aber wir müssen jetzt erstmal abwarten, wie schlimm es ist und was es für die kommende Woche und den Endspurt des Jahres bedeutet.“

Gegen Stuttgart traf Glatzel zum 1:0 für den HSV

Dennoch: Trotz seines Verletzungspechs verließ Glatzel den Volkspark als Triumphator. Erstmals in dieser Saison durfte der seit langer Zeit von den Fans stürmisch geforderte Torjäger von Beginn an ran, nach 17 Minuten zahlte er zurück. Alexander Røssing-Lelesiits feine Vorarbeit veredelte Glatzel per Flachschuss zur Führung. Eine Viertelstunde später sackte er auf dem Spielfeld zusammen, ließ sich zunächst noch behandeln und musste dann raus.

HSV-Torschütze Robert Glatzel jubelt im Heimspiel gegen Stuttgart. WITTERS
HSV-Torschütze Robert Glatzel jubelt im Heimspiel gegen Stuttgart
HSV-Torschütze Robert Glatzel jubelt im Heimspiel gegen Stuttgart.

„Ich habe sehr gemischte Gefühle“, ließ der 31-Jährige wissen. „Eigentlich ja überragende. Aber natürlich habe ich im Hinterkopf, dass ich ein oder zwei Spiele zugucken muss. Ich hoffe jetzt auf das Beste und dass es nicht ganz so schlimm ist.“ Mit seiner Auswechslung beugte Glatzel wahrscheinlich sogar noch einer schlimmeren Blessur vor: „Es ist nicht hinten reingezogen, sondern hat sich mehr und mehr aufgebaut und wurde dann immer schlimmer. Ich hatte das Gefühl, dass es bei einem weiteren Sprint hinten reinziehen könnte. Deswegen hoffe ich, dass ich noch rechtzeitig raus bin.“

Bereits vor seinem Tor traf HSV-Stürmer Glatzel die Latte

Zuvor bewies Glatzel, wie wichtig er für den HSV sein kann. Überraschend hatte er zum Auftakt der HSV-Hammer-Woche mit drei Heimspielen binnen acht Tagen den Vorzug vor dem in dieser Saison so oft glücklosen Ransford Königsdörffer erhalten. Bereits nach neun Minuten traf Glatzel mit einem abgefälschten Schuss die Latte, acht Minuten später dann durfte der Angreifer jubeln. „Ich wurde überragend in Szene gesetzt“, so sein Lob in Richtung Røssing-Lelesiit. Seinen Torjubel zelebrierte er, indem er seine Hände demonstrativ hinter die Ohren hielt.


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Die Fans feierten ihren Liebling enthusiastisch, stöhnten dann auf, als er raus musste. Auch die Sorge der Mitspieler um Glatzel war riesig. Nach dessen Auswechslung eilten Jonas Meffert und Yussuf Poulsen sofort auf ihn zu, um sich zu erkundigen, wie schwer die Verletzung wohl sein würde.

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Gewissheit wird Glatzel aller Voraussicht nach im Laufe des Montags erhalten. Dann werden genauere Untersuchungen zeigen, wie schwer seine Muskeln lädiert wurden. Läuft es ganz blöd, wird er nicht nur in den beiden Derbys fehlen, sondern auch in den restlichen Partien bis zum Jahresende. „Ich hoffe, es ist nur eine Verhärtung oder kleine Zerrung“, so Glatzel. „Gerade die Derbys gegen Kiel und Werder sind zwei riesige Highlights. Es wäre sehr bitter, sie zu verpassen.“ Noch aber lebt die kleine Hoffnung.  

Sollte Glatzel wirklich ausfallen, droht dem HSV ein neues Sturm-Problem. Königsdörffer agierte auch nach seiner Einwechslung gegen Stuttgart eher unglücklich. Ob der zuletzt verletzte Poulsen schon gegen Kiel in den Kader zurückkehren kann, ist noch offen.

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