HSV-Rekordspieler kehrt zurück – so läuft es für Vagnoman in Stuttgart
Das wird ein besonderes Wiedersehen. Mit Fabio Baldé hat der HSV aktuell nur noch einen gebürtigen Hamburger im Kader. Das sah in der Vergangenheit schon einmal ganz anders aus. Einer von Baldés Vorgängern ist Josha Vagnoman, der am Sonntag mit dem VfB Stuttgart in das Volksparkstadion zurückkehrt. Einen HSV-Rekord hält der mittlerweile 24-Jährige bis heute. Seine Karriere hat zuletzt jedoch einen kleinen Knick bekommen.
2010 war Vagnoman vom Hummelsbütteler SV in den HSV-Nachwuchs gewechselt. Schritt für Schritt ging es für ihn dort immer weiter nach oben. Über die U17 und die U19 schaffte er den Sprung zu den Profis. Im März 2018 bestritt er im Alter von 17 Jahren, zwei Monaten und 27 Tagen sein erstes Bundesligaspiel (0:6 bei Bayern München). Nie zuvor und nie danach kam ein jüngerer Spieler für den HSV in der Ersten Liga zum Einsatz.
Für die HSV-Profis hat Vagnoman 73 Spiele gemacht.
Um weiter zu wachsen, wechselte Vagnoman im Sommer 2022 nach insgesamt zwölf HSV-Jahren und 73 Pflichtspielen vom Volkspark nach Stuttgart. Bei den Schwaben schaffte er knapp ein Jahr später sogar den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft (ein Einsatz).

Insgesamt hat Vagnoman bislang 99 Spiele für den VfB absolviert. Am Sonntag möchte er in seiner Geburtsstadt sein Jubiläum im Trikot der Stuttgarter feiern. Ganz sicher ist das allerdings nicht. Zuletzt war der 24-Jährige bei den Schwaben nicht mehr erste Wahl. In den vergangenen beiden Ligaspielen gegen Augsburg und in Dortmund kam er jeweils nur für eine Minute zum Einsatz, beim Europa-League-Auftritt des VfB bei den Go Ahead Eagles saß er am Donnerstag über die gesamte Spielzeit auf der Bank.
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Vagnomans Marktwert ist im vergangenen Jahr um zwei Millionen Euro auf zehn Millionen Euro gesunken. Beim HSV wäre ihm damit immer noch ein Spitzenplatz im Kader sicher. Beim VfB hingegen gibt es gleich 14 Spieler, die einen höheren Marktwert besitzen. Der Konkurrenzkampf ist hart. Doch Vagnoman will sich durchsetzen. Seinen Vertrag in Stuttgart hat er erst im Sommer bis 2028 verlängert. Hamburg und der HSV werden für ihn trotzdem immer etwas Besonderes bleiben – und das nicht nur, weil er hier für einen Eintrag in die Geschichtsbücher gesorgt hat.
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