HSV-Rekorde pulverisiert! Die krassen Zahlen zum Trikot-Hype

Fábio Vieira, Nicolás Capaldo, Miro Muheim und Nicolai Remberg jubeln
Beim 1:1 in Mainz im Februar trugen Fábio Vieira (M.), Nicolás Capaldo, Miro Muheim, Nicolai Remberg (v.r.) und Co. die „Sturm und Glanz“-Sonderjerseys.

Wenn es um Trikots geht, jagt beim HSV in jüngerer Vergangenheit ein Rekord den nächsten. Eine lahmgelegte Website, überraschend große Anstürme, kreative Präsentationen – all das gab es mehrfach im Volkspark. Die Verkaufszahlen zur abgelaufenen Saison toppen den üblichen Wahnsinn aber noch mal um Längen. Welcher Wert verdoppelt wurde – und wann der Sonderjersey-Nachschub kommt.

2024/25 hatte der HSV insgesamt 90.000 Trikots verkauft und damit so viele wie noch nie. Das ist Stoff von gestern: Der neue Vereinsrekord liegt nun bei rund 185.000. So viele Jerseys gingen in Jahr eins nach der Bundesliga-Rückkehr über die Ladentheke. Die alte Bestmarke aus der Aufstiegssaison wurde 2025/26 um mehr als 100 Prozent (!) übertroffen. Das hat der HSV nicht zuletzt seinem neuesten Sondertrikot zu verdanken.

Doppelt so viele verkaufte Jerseys wie im Aufstiegsjahr

Die anlässlich des 1887. HSV-Bundesligaspiels präsentierten „Sturm und Glanz“-Hemden übertrafen im Februar alle Erwartungen. 20.000 Trikots waren sofort weg, dann startete der Klub einen Nachbestellungsprozess und wurde binnen weniger Tage weitere 50.000 los. Insgesamt also rund 70.000 Exemplare bedeuten das meistverkaufte HSV-Jersey jemals – diesen Titel hatte zuvor das weiße Heimtrikot aus dem Aufstiegsjahr inne.

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Das Spezielle an dem Sondertrikot ist, dass man bei einem Flock mit der Rückennummer 1887 eine Version erhält, auf der die Namen von 465 HSV-Bundesligaprofis zu lesen sind – so viele waren es historisch bis zuletzt. Und tatsächlich haben sich sehr viele Fans für Rückenprints wie diesen entschieden. Daher wird sich die Auslieferung der nachbestellten Trikots ab Mitte, Ende Juni über vier bis sechs Wochen erstrecken. Der HSV sieht sich hier im Zeitplan. Der Plan, die Extra-Hemden rund ums offizielle Saisonende (30. Juni) zu versenden, soll eingehalten werden.

HSV darf jede Saison einmal ein Sondertrikot tragen

Vermutlich im Laufe der Sommervorbereitung wird dann als Erstes das neue Heimjersey präsentiert. Nachdem der HSV mit einem Fake-Leak auf X für viel Aufsehen gesorgt hatte, war es im Vorjahr am 4. Juli so weit. Diesmal könnte es etwas länger dauern. Viele Anhänger rätseln schon: Was folgt auf das Retro-Design mit den Zacken auf der Brust, das an die „TV Spielfilm“-Shirts aus der Serie 1994/95 erinnert? Die neuen Looks stehen wegen der langen Vorlaufzeit seit Monaten fest. Zu erwarten ist, dass die Merchandise-Experten des HSV mit jedem neuen Trikot auch diesen Sommer eine besondere Geschichte erzählen wollen.

HSV-Trikot mit der Rückennummer 44 und dem Namen Luka Vuskovic
Zu Ehren des HSV-Leihspielers: Der Rücken-Flock „L. Vuskovic“ zählte zuletzt zu den beliebtesten.

Der „Sturm und Glanz“-Verkaufsschlager etwa wurde in der Hamburger Kunsthalle vorgestellt. Theoretisch darf der HSV wie jeder Bundesligist einmal jährlich in Sondertrikots auflaufen. Es kommt aber auf die Motto-Ideen an, ob das Team um Merchandising-Leiter Sascha Steinbrück hiervon immer Gebrauch macht. In der abgelaufenen Saison trugen die Profis im Zuge der Aktion „Getragen von Euch“ auch einmal Heimtrikots, in denen 28 Fans zuvor persönliche Botschaften für Robert Glatzel und Co. hinterlassen durften.

Vuskovic und Co. – das waren die fünf beliebtesten Flocks

Die fünf beliebtesten Flocks waren 2025/26 „L. Vuskovic“, „Muheim“, „Vuskovic“, „Remberg“ und „Capaldo“. Der Name Vuskovic kann für Luka und Mario stehen – eine clevere Lösung, wenn man bedenkt, dass der jüngere Bruder den HSV wieder verlässt, der ältere aber im November nach Dopingsperre wieder spielberechtigt sein wird. Auffällig ist außerdem, dass der Name von Jean-Luc Dompé bis zum Jahreswechsel noch zu den Top-Rückenprints gezählt hatte. Der Franzose rutschte in der Rückserie aber nicht nur in Merlin Polzins Gunst, sondern auch im Trikot-Ranking ab.

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Neben dem Sonderjersey wurde auch das Heimtrikot insgesamt circa 70.000-mal verkauft. Das blaue Auswärtshemd (rund 25.000) und das dunkle Ausweichshirt mit den pinken Neonstreifen (etwa 20.000) sorgten ebenfalls für neue Bestmarken. Und so steuert der Verein auch finanziell auf das nächste Rekordjahr im Geschäft mit den Trikots zu. Die 23,8 Millionen Euro Umsatz im Bereich Merchandising und Catering im Geschäftsjahr 2024/25 waren ein neuer Top-Wert in der vergangenen Dekade. Der Hype wurde durch den HSV-Aufstieg befeuert – und wird sich fortsetzen.