HSV-Profi droht ein Bankplatz – Überraschung deutet sich an
Nach nur einem Zähler aus den vergangenen fünf Partien sucht der HSV am Samstag in Frankfurt (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) den Weg aus der Krise. Welchem Personal aber schenkt Trainer Merlin Polzin sein Vertrauen, um die Kehrtwende einzuleiten und die vielleicht entscheidenden Zähler im Abstiegskampf einzutüten? Im Vergleich zum jüngsten 1:2 gegen Hoffenheim scheint eine Startelf-Änderung bereits festzustehen. Dabei könnte es durchaus zu einer Überraschung kommen.
Personell kam der HSV zuletzt arg gebeutelt daher: Neben Luka Vuskovic (Knieprobleme) macht dem Aufsteiger vor allem Miro Muheims Fehlen zu schaffen. Der Schweizer muss aufgrund einer Sprunggelenksblessur bis tief in den Mai hinein pausieren. Das Problem: Stellvertreter William Mikelbrencis, der Muheim zuletzt auf der linken Schiene vertat, lieferte gegen Hoffenheim einen fehlerbehafteten Vortrag ab und steckte bei beiden Gegentoren in der Verlosung.
HSV-Profi William Mikelbrencis patzte gegen Hoffenheim
Polzin hält nicht so viel davon, Spieler seines Kaders öffentlich zu kritisieren, „weil es häufig falsch übersetzt wird und nur Auszüge genommen werden“, wie der Trainer am Dienstag klarstellte. Bezogen auf Mikelbrencis machte er aber deutlich: „Es ist klar, dass wir mit der Leistung da nicht einverstanden waren. Wir haben klar gesagt, dass er offensiv Dinge mit viel Potenzial gut macht, aber dass wir auch eine Basis im Defensivverhalten brauchen.“

Erschwerend für Mikelbrencis kommt hinzu, dass er sich vorwiegend auf der rechten Spielfeldseite wohlfühlt und links entsprechend Anpassungsprobleme hat. Alles deutet darauf hin, dass Polzin in Frankfurt nun eine andere Variante testen und Mikelbrencis auf der Bank landen wird.
Albert Grønbæk könnte beim HSV auf die linke Seite rücken
Wer aber kommt infrage? Bereits gegen Hoffenheim rückte in den Schlussminuten Albert Grønbæk auf die linke Schienenspieler-Position. Eine Option, die der HSV bereits in der vergangenen Woche im Training testete und die am kommenden Samstag jetzt auch in der Bundesliga zum Tragen kommen könnte. Intern soll die Lösung mit dem Dänen favorisiert werden.

Der Vorteil für Polzin: Er könnte gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn auch Albert Sambi Lokonga drängt nach überstandener Verletzung zurück in die Startelf und könnte in Frankfurt den zuletzt von Grønbæk passabel besetzten zentralen Part neben Nicolai Remberg bekleiden. Der Skandinavier könnte durch seine Versetzung auf die linke Seite allerdings dennoch im Team bleiben.
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Nach wie vor Hoffnung besteht auch auf ein mögliches Blitz-Comeback von Luka Vuskovic. Der Kroate absolvierte am Mittwoch erneut eine knackige individuelle Einheit auf dem Platz und steht kurz vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Sollte das noch vor der Partie in Frankfurt geschehen, wird der 19-Jährige für Polzin zumindest zur Kader-Option.
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