HSV-Noten nach der bitteren Derby-Pleite in Bremen: Eine Handvoll Fünfen

Nicolai Remberg, Giorgi Gocholeishvili, Fabio Vieira vor den HSV-Fans
Fábio Vieira, Giorgi Gocholeishvili, Nicolai Remberg (v.r.) und ihre HSV-Kollegen schlichen enttäuscht zu den mitgereisten HSV-Fans, die ihnen trotzdem Mut zusprachen.

Das 1:3 (1:1) bei Werder Bremen wird für viele HSV-Fans eines der bittersten Erlebnisse dieser Saison gewesen sein. Drei Rote Karten kassierte der HSV, zwei davon gegen die Bank. Aber nicht nur daran lag es, dass die Hamburger verdient beim Erzrivalen verloren. Viele HSV-Profis kamen nicht an ihre Normalform heran. Die MOPO-Noten:

Heuer Fernandes: Lange Zeit sicher und ohne Probleme. Bei den ersten beiden Gegentoren war nichts zu halten. Vor dem 1:3 patzte dann auch der Torhüter und ging so am Ende mit unter. Note 4,5

Capaldo: Zurück in der Startelf. Brauchte ein bisschen Zeit, um das richtige Energielevel zu finden. Danach wurde geliefert. Hinten und vorn sehr aktiv. Starke Vorlage zum 1:1. Note 3

83. Downs: Kam für die Schlussphase, hatte aber kaum Einfluss auf das Spiel.

Torunarigha: Begann stabil und gewann viele Zweikämpfe. Beim 0:1 fehlte dem Abwehrchef im Zentrum der Überblick. Note 4

Omari: Rückte auf die linke Seite in der Dreierabwehrkette. Konzentrierte sich vor allem auf die Abwehrarbeit. Überzeugte erneut nicht. Vor dem 1:2 erst hart attackiert, danach kann er entschlossener verteidigen. Auch andere Szenen kann er besser lösen. Weiterhin nicht in Topform. Note 5

Mikelbrencis: Kam ganz schwer in die Partie. Fehlerhaft in der Defensive und auch auf dem Weg nach vorn wollte zunächst kaum etwas gelingen. In der zweiten Halbzeit etwas besser unterwegs. Note 5

Remberg: Ordentlich am Ball, vernünftig in den Zweikämpfen. Seinen Stempel konnte er dem Spiel allerdings nicht aufdrücken. Note 3,5

Vieira: In diesem Derby war mehr Kampf als spielerische Klasse gefragt. Entsprechend gering war auch der Einfluss des Portugiesen auf das Spiel. Holte ein paar Freistöße heraus. Mit dem Ball am Fuß kann er deutlich mehr bewegen. Note 5

Grønbæk: Hatte ein paar Standprobleme und konnte die Flanke vor dem 0:1 nicht verhindern. Im Spiel nach vorn bemüht, aber ohne entscheidende Akzente. Note 5

66. Otele: Sollte für Schwung in der Offensive sorgen und flog 13 Minuten nach seiner Einwechslung mit Rot vom Platz. Eine harte Entscheidung.

Muheim: Feierte sein Comeback nach Rot-Sperre. Defensiv immer wieder gefordert und zum Teil auch überfordert. So auch vor dem 0:1, als er mit seinem Fehler den Gegentreffer einleitete. Musste verletzt den Platz verlassen. Note 4,5

75. Jatta: Auch er sah wie Otele nur kurz nach seiner Einwechslung Rot. Diese Entscheidung wurde allerdings vom VAR zu Recht zurückgenommen. Zumindest der Einsatz stimmte.

Königsdörffer: Viel Laufarbeit, aber in 74 Minuten nur mit 18 Ballkontakten. Auch nur an einem Torschuss beteiligt. Ein schwacher Auftritt. Note 5

75. Stange: Kurz nach seiner Einwechslung spielte der HSV nur noch in Unterzahl. Bewegen konnte er auf dem Platz nichts mehr.

Glatzel: Haute sich von der ersten Minute an voll rein und musste teilweise ordentlich einstecken. Gewann sehr viele Zweikämpfe. Knallte den Ball mit 117 km/h zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Netz. Sein drittes Tor im dritten Nordderby. Gereicht hat es diesmal allerdings nur zum Ehrentreffer. Note 3