HSV-Noten in Paderborn: Viele Fünfen für ganz schwache Hamburger
Der HSV hat beim 0:1 in Paderborn nicht nur den Aufstieg verspielt, sondern auch komplett enttäuscht. Dementsprechend fallen auch die MOPO-Noten aus:
Raab: Konnte sich nicht auszeichnen, musste dennoch hinter sich greifen. Schuldlos. Note 3
Van der Brempt: Lauf- und zweikampfstark. Der Wille war ihm anzusehen. Die wachsende Verzweiflung im Laufe eines Spiels, in dem er einige Male nicht den Mitspieler fand, aber auch. Note 4
58. Okugawa: Ein schöner Steckpass auf Königsdörffer (69.), ansonsten war er nicht das, was ein Joker sein sollte: belebend. Note 4,5
Hadzikadunic: Wichtige Klärungsaktionen wechselten sich mit einigen Fehlpässen im Aufbauspiel ab. Konnte oder wollte Baumgarts direkte Brüll-Ansprache nicht hören. Wohl auch wegen den Nachfolgen einer Erkältung blieb er zur Pause in der Kabine. Note 5
46. Heyer: Als Aushilfs-Innenverteidiger verlässlich. Auch wenn sein Highlight ein Fast-Eigentor war (67.). Note 4
Schonlau: War bemüht, Struktur ins HSV-Spiel zu bringen. Fehlerlos, aber offenbar nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und daher schon nach 45 Minuten unter der Dusche. Note 4
46. Ambrosius: Tat das, was er immer macht, wenn er spielt: warf sich voll rein. Note 3,5
Muheim: Machte vor dem 0:1 eine unglückliche Figur, weil er unter der Flanke hindurchtauchte und gegen Torschütze Koen Kostons die Orientierung verlor (7.). Schwache eigenen Hereingaben. Note 5
Poreba: Irgendwo zwischen stabil und blass. Ein Sechser muss in solch einem Spiel präsenter sein. Note 5
Reis: In seinem 100. HSV-Spiel wieder auf seiner Lieblingsposition: der Acht im Mittelfeld. Verhinderte in der ersten Hälfte mit beherzten Tacklings gleich zweimal Schlimmeres. Definitiv einer der Besseren, weil er sich aufrieb. Note 3
Suhonen: Seine Quirligkeit ließ ihn direkt mal in die Paderborner Auswechselbank krachen, sie machte den HSV aber nicht besser. Mal ein gutes Tackling, mal ein unerklärliches Zuspiel in der eigenen Hälfte. Und Feierabend zur Pause. Note 5
46. Bénes: Der Topscorer war bei seinem Comeback sofort viel unterwegs und bemüht, Aktionen zu initiieren. Auch seine Versuche verpufften aber. Note 4
Königsdörffer: Gegen tief stehende Gastgeber konnte er kaum einen langen Ball erlaufen. Man hatte zunächst das Gefühl, dass offensive Gefahr am ehesten von ihm ausgehen könnte. Einzig: Es blieb meist beim Konjunktiv. Als er einmal auf und davon war, schoss er nicht (69.). Note 4,5
72. Jatta: Verbuchte als Joker einen Torschuss (79.), was an diesem Abend nicht viele HSV-Profis von sich behaupten konnten. –
Dompé: Zunächst ohne Überzeugung im Dribbling. Fiel in aussichtsreichen Situationen eher mit Fehlpässen auf. Immerhin ging der erste Torschuss des HSV auf sein Konto – in der 36. Minute. Bezeichnend. Aktiver nach der Pause. Mehr nicht. Note 4,5
Glatzel: Fast immer in Manndeckung und daher ohne Bindung zum Spiel. Kein einziger Torschuss. Note 5