HSV-Noten in Köln: Drei Spieler kassieren eine Fünf beim Karten-Festival
Bittererer Nachmittag für den HSV in Köln. Beim Duell der Aufsteiger setzte es für die Hamburger die dritte Bundesliga-Pleite in Folge. 4:1 (1:0) hieß es am Ende für den FC. Verloren hat dabei das Team von Trainer Merlin Polzin nicht nur die drei Punkte, sondern mit Fábio Vieira und Immanuel Pherai auch noch zwei Spieler. Beide flogen in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz. Das sind die MOPO-Noten für die HSV-Profis in Köln.
Heuer Fernandes: Hat mit seinem riskanten Zuspiel auf Sambi Lonkonga zumindest eine Teilschuld am 0:1. Versuchte das Spiel nach vorne immer wieder schnell zu machen. Das gelang nur bedingt. Note 4
Remberg: Durfte erstmals in der Abwehr ran und sah bereits nach zehn Minuten Gelb. Kämpfte sich nach anfänglichen Problemen in die Partie und erledigte den ungewohnten Job ordentlich. Ist im Mittelfeld jedoch deutlich stärker und besser aufgehoben. Note 4
Vuskovic: Agierte gewohnt zweikampfstark und zuverlässig. Hätte fast auch noch als Torschütze geglänzt. Vorlagengeber Philippe stand jedoch zuvor knapp im Abseits. An ihm lag die Niederlage nicht, auch wenn er am Ende in doppelter Unterzahl mit unterging. Note 3
Elfadli: Diesmal etwas zurückhaltend unterwegs. Gerade im Spiel nach vorne hielt er sich vor allem in der ersten Halbzeit merkbar zurück. In der Defensive meistens zuverlässig. Am Ende dann jedoch auch überfordert. Note 4
Mikelbrencis: Erhielt auf der rechten Seite den Vorzug vor Gocholeishvili. Konnte das Vertrauen nicht zurückzahlen. Ließ auf seiner Seite zu viele Flanken und Angriffe zu. Note 5
77. Gocholeishvili: Versuchte etwas mehr Zug nach vorne auf die linke Seite zu bringen. Es blieb beim Versuch. –
Sambi Lokonga: Sehr viel im Mittelfeld unterwegs. Am Ball und in der Zweikampfführung allerdings auch mit einigen Fehlern. Verstolperte unter anderem die Kugel vor dem 0:1. Steigerte sich nach der Pause, das aber auf überschaubarem Niveau. Note 5
90. Glatzel: Kam für die Nachspielzeit und konnte in doppelter Unterzahl nichts mehr bewegen. –
Vieira: Konnte seine fußballerischen Qualitäten in der ersten Halbzeit kaum zeigen, da beim Offensivspiel viel zu wenig auf spielerische Lösungen gesetzt wurde. Nach dem Seitenwechsel drehte der Portugiese dann immer mehr auf und setzte zahlreiche gute Akzente. Flog in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz. Note 3
Muheim: Leistete sich auf seiner linken Seite ein paar Fehler, die vom Gegner allerdings nicht bestraft wurden. Kann defensiv und offensiv deutlich mehr zeigen. Note 4
Philippe: Viel Laufarbeit. Wechselte immer wieder von der Seite in das Zentrum und war präsent auf dem Platz. Mehr als ein Torschuss wollte ihm allerdings nicht gelingen. Note 3,5
77. Pherai: Ein Nachmittag zum Vergessen. Flog nach zwei Fouls und zwei Gelben Karten nur gut zwei Minuten nach seiner Einwechslung direkt wieder vom Platz. –
Königsdörffer: Leitete mit einem Fehlpass das 0:2 ein, stand beim vermeintlichen 1:2 durch Vieira zudem im Abseits. Zwei Szenen, die zu seinem sehr unglücklichen Auftritt passten. Das war bei aller Laufarbeit zu wenig. Note 5
59. Poulsen: Durfte über eine halbe Stunde ran und brachte zunächst direkt Schwung ins Offensivspiel. Das allerdings nur für einen kurzen Moment. Note 4
Dompé: Machte sein 100. Spiel für den HSV. Wenn es vorne gefährlich wurde, war er meistens beteiligt. Dazu passte sein Treffer zum 1:2. Note 3
90. Røssing-Lelesiit: Kam, als das Spiel schon verloren war. –