HSV-Noten in Heidenheim: Ein Profi schreibt sein eigenes Fußball-Märchen

Die HSV-Profis jubeln über den späten Siegtreffer in Heidenheim.
Die HSV-Profis jubeln über den späten Siegtreffer in Heidenheim.

Die Reise geht weiter. Endet sie im Mai womöglich in Berlin? Zumindest darf der HSV nach dem 1:0-Pokalerfolg in Heidenheim weiterhin träumen. Eine grundsolide Leistung – mit einem Helden, der vor wenigen Tagen noch tiefenttäuscht war, weil er zuvor aus dem Kader flog. Die MOPO-Noten zum knappen Pokal-Erfolg in Heidenheim:

Peretz: Durfte sein erstes Pflichtspiel für den HSV bestreiten. Dass er fußballerisch nicht mit Stammkeeper Heuer Fernandes mithalten kann, war vorher klar und wurde dann auch ab und an deutlich. Sein Handwerk konnte der Israeli allerdings kaum verrichten, dazu waren die Gastgeber zu harmlos. Bewahrte in der Schlussphase aber kühlen Kopf. Note 3,5

Torunarigha: War nach seiner Verletzung und zwei Monaten Spielpause mal wieder dabei. Brauchte ein paar Minuten, um sich zu akklimatisieren, spielte dann aber weitestgehend solide. Note 4

Vuskovic: Er wollte per Freistoß treffen, verzog aber recht deutlich (73.). Wenn man sieht, wie unaufgeregt er Fußball spielt, vergisst man immer wieder, dass er erst 18 Jahre alt ist. Note 3

Elfadli als Stabilisator, Meffert sofort da

Elfadli: In aller Regel auf der Höhe in Sachen Zweikämpfe und Stellungsspiel. Einer der Stabilisatoren. Note 3

Gocholeishvili: Wagte sein Comeback nach Nasenbeinbruch ohne Gesichtsschutz. War schnell wieder auf Betriebstemperatur und beackerte die rechte Seite. Note 3

Remberg: Knallte sich auch diesmal rein und durfte dann nach der Pause mal etwas kürzer treten. Note 3,5

46. Meffert: Übernahm direkt die Kapitänsbinde von Muheim und zeigte, dass er in der Lage ist, sich direkt nahtlos einzufügen – bis auf einen Fehler. Note 3,5

Vieira: Konnte das Spiel zunächst nicht so an sich reißen, wie man es vor seiner Verletzung von ihm gewohnt war. Nach der Pause effektiver. Holte dann einen Strafstoß raus, der mindestens umstritten war, wenn nicht sogar mehr … Note 3

Philippe Antreiber ohne Zählbares, Königsdörffer mit Großchance

Muheim: Schnell auf links gefordert und auf der Höhe. Seine guten Aktionen überwogen. Note 3

Philippe: Sehr emsig und immer auf der Suche nach Lücken in des Gegners Deckung. Das gefiel – auch wenn er nichts Zählbares zu Stande brachte. Note 3

89. Poulsen: Sicherte den Sieg mit ab.

Königsdörffer: Seine Torflaute beendete er auch diesmal nicht, trotz früher Großchance (7.). Holte aber dank seiner Schnelligkeit die Rote Karte gegen Heidenheims Siersleben raus (45.). Das ebnete den Weg zum Sieg. Note 4

Glatzel sorgt für großen Jubel

62. Glatzel: Wurde bei seiner Einwechslung von den Fans mit „Bobby, Bobby-Rufen“ gefeiert, als wüssten sie, was kommen würde. Dann traf er per Strafstoß zum Sieg (83.). Nach der Vorgeschichte der vergangenen Tage durchaus ein kleines Fußball-Märchen.

Robert Glatzel feiert seinen Siegtreffer mit Miro Muheim.
Robert Glatzel (l.) feiert seinen Siegtreffer mit Miro Muheim.

Røssing-Lelesiit: So viel er auch versuchte: Der große Effekt blieb aus. Noch wartet er auf seinen ersten großen HSV-Moment. Note 4

62. Pherai: Arbeitete mit daran, dass FCH-Bollwerk zu knacken.