HSV-Noten in Fürth: Ein Aufsteiger hat brilliert, viele haben enttäuscht
Der HSV hat die Krönung seiner Zweitliga-Saison verpasst, nach dem 2:3 in Fürth steigt man als Zweiter hinter Köln in die Bundesliga. Sicherlich verkraftbar. Wie sich die Hamburger in Franken geschlagen haben, entnehmen Sie den MOPO-Noten für den HSV.
Heuer Fernandes: In der Vorwoche war er mit seinem gehaltenen Strafstoß gegen Ulm noch einer der Helden, diesmal blieb er dreimal chancenlos. Er wird es verschmerzen können. Note 3,5
Mikelbrencis: Vermutlich gab es vor der Saison keinen einzigen Menschen auf der Welt, der vermutet hätte, dass der Franzose diese Spielzeit als absolute Stammkraft beenden würde. Zum Abschluss war er am 0:1 beteiligt und verschuldete den Strafstoß zum 1:2. Auch solche Tage gehören dazu. Note 5
69. Selke: Sein vermeintliches 3:3 (90.+7) wurde ihm per VAR genommen. Hatte das schönste Erlebnis seines Tages dann nach der Partie, als er vom „kicker“ die Kanone für den besten Zweitliga-Schützen der Saison erhielt. Die Krönung einer überragenden Spielzeit. –
Schonlau: War das womöglich seine letzte Partie für den HSV? Die Entscheidung wird in den kommenden Wochen fallen. In Fürth spielte er überwiegend solide, holte zudem den Strafstoß vorm 2:3 hinaus. Note 3,5
Elfadli: Bissig und griffig wie immer, diesmal aber nicht siegreich. Ab Sommer bestreitet er seine Zweikämpfe in der Bundesliga und erfüllt sich seinen Lebenstraum. Note 3,5
Muheim: Auch zum Saisonabschluss engagiert und mit Zug nach vorn, wenn auch ohne den entscheidenden Impuls: Dennoch: Der Schweizer war einer der großen Eckpfeiler des Aufstiegs. Note 4
Meffert: In seinem 271. Zweitligaspiel verrichte der Mittelfeldmann seinen Dienst so seriös wie eh und je. Nun gilt es für ihn, eine andere Zahl aufzuhübschen: Erst einmal trat Meffert in der Bundesliga an, vor achteinhalb Jahren, damals noch für Freiburg. Zeit, dass sich was dreht. Note 3,5
82. Røssing-Lelesiit: Der Norweger vergab nur Sekunden nach seiner Einwechslung die große Chance aufs 3:3, stand dabei aber wohl im Abseits. Darf sich nun auf die U19-EM freuen. –
Karabec: Ein Auftritt, wie mehrere in den vergangenen Wochen. Der Tscheche wirkte häufig eine Spur zu lässig und schöpfte sein Potential nicht aus. Ob die Leihgabe von Sparta Prag nach der Sommerpause noch beim HSV sein wird, ist fraglich. Note 5
69. Richter: Durfte in seinem wohl letzten HSV-Spiel nochmal ran. Für die Leihgabe geht es nun erstmal zurück nach Mainz. –
Reis: Zunächst spielbestimmend und sehr präsent, nach der Pause dann etwas verhaltener. Note 3,5
Baldé: Warf sich immer wieder beherzt in die Zweikämpfe, konnte aber nicht die erhoffte Durchschlagskraft entfachen. Note 4,5
69. Sahiti: Auf Anhieb mit guten Aktionen. –
Glatzel: Stand erstmals, seit er sich im Oktober verletzt hatte, in der Startelf. Ein positives Erlebnis, das er mitnehmen wird, genauso wie sein zehntes Saisontor, das er per Strafstoß erzielte. Note 3
Dompé: Lieferte sich zahlreiche heiße Duelle mit den Fürthern, die ihn mächtig beackerten. Gegen seinen Freistoß zum 1:1 aber waren auch sie machtlos. Note 2