HSV-Noten in Frankfurt: Aus starkem Team ragen drei Hamburger heraus

HSV-Profis bejubeln ein Tor in Frankfurt
Nicolás Capaldo (vorne) und seine HSV-Teamkollegen feiern sich nach ihrem starken Auftritt beim 2:1-Auswärtssieg in Frankfurt.

Großer Jubel in Frankfurt! Mit dem 2:1-Auswärtssieg hat der HSV einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gemacht und könnte schon am Sonntag auf dem Sofa den Ligaverbleib feiern. Ausschlaggebend war dabei auch die starke Leistung zahlreicher Hamburger – vor allem drei Akteure spielten sich mit einer guten bis sehr guten Performance in den Vordergrund. Hier gibt es alle MOPO-Noten im Überblick.

Heuer Fernandes: Kassierte auch im zwölften Spiel in Folge ein Gegentor. Ihn traf allerdings einmal mehr keine Schuld. Einige gute Paraden, unter anderem gegen Uzun. Zudem gewohnt sicher mit dem Fuß am Ball. Note 2,5

Capaldo: In beide Richtungen im Kampf-Modus unterwegs. Haute sich in jede Szene mit ganz viel Leidenschaft rein. Das hatte einen enormen Wert für das Team. Note 2

Torunarigha: Gut in den Zweikämpfen und auch ordentlich am Ball. Bitter: Musste zehn Minuten vor Schluss nach einem Zusammenprall mit Knauff sichtlich benommen den Platz verlassen. Note 2,5

83. Poulsen: Feierte in Frankfurt sein Blitz-Comeback und ist für den Endspurt wieder die erhoffte Option.

HSV-Profi Omari verbessert – Jatta mit großen Problemen

Omari: Konnte Gegenspieler Uzun vor dem 0:1 nicht stoppen, als Wiedergutmachung gab es die Vorlage zum 1:1. Letztlich deutlich verbessert als zuletzt und in den meisten Szenen stabil. Note 3,5

Jatta: Hatte vor allem in der ersten Halbzeit viele Aktionen in der Offensive, konnte diese aber nicht zielführend nutzen. Seine Flanken-Qualität bleibt ein Problem. Dazu gab es auch in der Defensive Aussetzer. Verlor den Ball vor dem 0:1. Note 5

68. Gocholeishvili: Mit viel Einsatz nach hinten und nach vorn unterwegs. Teilweise etwas zu wild.

Remberg: Räumte vor der Abwehr gut auf und präsentierte sich sehr passsicher. Ein guter Stabilisator. Note 2,5

Sambi Lokonga: Der Belgier feierte wie geplant sein Comeback in der Startelf. Nicht so präsent, wie er es in vielen anderen Spielen schon war, doch als Anspielstation mit seiner Ballsicherheit immer wieder wichtig. Note 3

78. Elfadli: Half am Ende vor allem dabei mit, das Ergebnis über die Zeit zu bringen.

Grønbæk wird zum Matchwinner in Frankfurt

Grønbæk: Bekam die Rolle des linken Schienenspielers und dürfte diesen Platz nun auch erst mal behalten. Traf zum 1:1 und bereitete den Treffer zum 2:1 vor. Defensiv oft gefordert und ohne entscheidende Aussetzer. Note 1,5

78. Vuskovic: Zurück auf dem Platz und gleich wieder gefordert. Bestand den Härtetest.

Vieira: Kam mit einem Lattentreffer dem Tor in der ersten Halbzeit schon am nächsten. Zielte im zweiten Durchgang dann genauer und traf zum 2:1. Ein Treffer, den er sich mit viel Offensivarbeit verdient hatte. Der Portugiese ist jetzt mit sechs Toren der Top-Torschütze des HSV. Note 2

Glatzel: Spielte bei seinem 150. Einsatz für den HSV nur eine Nebenrolle. Ließ sich häufig tief fallen, im gegnerischen Strafraum war er hingegen kaum zu sehen. Kein Torschuss, keine Torschussvorlage und nur 22 Ballkontakte. Note 4

68. Downs: War nicht wirklich ein großer Faktor auf dem Platz.

Königsdörffer: Leistete viel Laufarbeit für das Team und hatte auch in der Offensive seine Szenen. Traf dabei allerdings zu oft die falsche Entscheidung. Er kann da deutlich mehr bewegen. Ein ausbaufähiger Auftritt. Note 4