HSV-Noten in Dortmund: Ein Hamburger überragt trotz Pleite sogar alle BVB-Stars
Ein Elf-Minuten-Drama kostete den HSV den Sieg in Dortmund, am Ende stand ein 2:3 bei den Borussen. Und dennoch: Ein Hamburger überragte alle und wäre beinahe zum großen Helden des Abends geworden. Die HSV-Profis in der Einzelkritik:
Heuer Fernandes: Die fulminante BVB-Schlussphase verhinderte, dass er zum eigentlich verdienten Helden des Abends wurde. Parierte vier-, fünfmal überragend – und schob nach der Partie dennoch Frust. Note 1,5
Omari: Offenbarte von Beginn an immer wieder Schwächen und verschuldete gegen Beier auch den ersten Strafstoß, der allerdings folgenlos blieb (45.). Vorm 2:2 ließ er sich von seinem Kumpel Guirassy überspringen. Note 5
90.+1. Philippe: Ein paar Sprints, dann herrschte auch bei ihm Enttäuschung ob des Endresultats vor. –
Remberg gegen Augsburg gesperrt
Vuskovic: Robust und überlegt in den Zweikämpfen, diesmal aber auch nicht in der Lage, seiner Abwehr als Chef den entscheidenden Halt in der Schlussphase zu geben. Note 3,5
Torunarigha: Fing etwas fahrig an, zeigte dann aber wieder das, was ihn in den vergangenen Wochen größtenteils so stark machte. Irgendwann schwanden aber auch bei ihm die Kräfte. Note 3,5
Mikelbrencis: In Hälfte eins mit enormem Aktionsradius und viel Selbstvertrauen, lieferte seinen bereits vierten Assist der Rückrunde. Allerdings leitete er mit dem Strafstoß zum Dortmunder 1:2 auch die Wende ein. Note 3
90.+1 Dompé: Dass er erst so spät kam, dürfte auch er als klares Zeichen werten. –
Remberg: War nicht so viel am Ball wie gewohnt und kam nicht so gut in die Zweikämpfe. Sah zudem zum zehnten Mal Gelb und wird dem HSV gegen Augsburg fehlen. Note 4
Muheim wird zum Pechvogel, Vieira wieder stark
Sambi Lokonga: Einer der überragenden Akteure der ersten Hälfte, die er mit seinem Treffer zum 2:0 krönte. In Hälfte zwei verpasste aber auch er es, für ein wenig mehr offensive Entlastung und Ruhe zu sorgen. Note 3
Muheim: Gab sich auf seiner Seite defensiv zunächst kaum eine Blöße. Wurde dann aber durch sein unglückliches Handspiel vor dem Strafstoß zum 2:3 zum großen Pechvogel der Partie. Einige Dortmunder wird er kommenden Freitag beim Länderspiel mit der Schweiz gegen das DFB-Team wiedersehen. Note 4
Vieira: Wann immer der HSV offensiv für Akzente sorgte, war er beteiligt. Kein Zufall, dass er Wegbereiter des 2:0 war. Die Dortmunder hätten sich einen Spielgestalter wie ihn in ihren Reihen gewünscht. War es Zufall, dass die Partie kippte, als er das Spielfeld verließ? Note 2
Königsdörffer blass, Otele bewirbt sich für mehr
68. Downs: Sollte den Sieg mit absichern, doch am Ende blieb auch ihm nur Frust. Auch er war nicht in der Lage, offensiv für Akzente zu sorgen. –
Königsdörffer: Verwackelte in Hälfte eins einige aussichtsreiche Konter. Das blieb, bei allem Einsatz, letztlich hängen. Note 5
78. Stange: Das Erlebnis Dortmund wird er nie mehr vergessen. Den bitteren Verlauf des Abends wohl auch nicht. –
Otele: Krönte seinen frechen Auftritt mit seinem ersten Bundesligator und bewarb sich wieder ein wenig mehr dafür, dass der HSV ihn nach der Winter-Leihe im Sommer fest aus Basel verpflichtet. Note 2,5
68. Baldé: Auch er konnte die wilde Schlussphase mit all den Rückschlägen nicht verhindern. –