HSV-Noten gegen Kiel: Einige Profis in Normalform – aber eine Fünf

Miro Muheim und Jean-Luc Dompé enttäuscht auf dem Spielfeld
Miro Muheim (r.) und Jean-Luc Dompé waren nach dem Pokal-Aus bedient.

Bitterer Abend für den HSV. Mit 2:4 im Elfmeterschießen verlieren die Hamburger das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Holstein Kiel. Sportlich und finanziell eine sehr schmerzhafte Niederlage. Obwohl die Leistung über weite Strecken des Spiels längst nicht so überzeugend wie zuletzt beim 2:1 gegen Stuttgart war, war für die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin gegen den Zweitligisten mehr drin. Entsprechend fallen auch die MOPO-Noten für die HSV-Profis aus.

Peretz: Ein souveräner und sicherer Auftritt. Zeigte ein paar gute Paraden und hatte fast alles im Griff. Mit dem Ball am Fuß mit einigen Ungenauigkeiten. Beim Freistoßtor ohne Chance. Beim Elfmeterschießen immerhin mit einem gehaltenen Ball. Note 3

Ramos: Stand erstmals in dieser Saison für die Profis in der Startelf. Die fehlende Spielpraxis war dem Portugiesen in einigen Szenen anzusehen. Teilweise etwas zu wild unterwegs. Verursachte den Freistoß vor dem 1:1. Ein entscheidender Fehler. Note 5

Vuskovic: Leistete sich mehrere Nachlässigkeiten. Das kennt man so nicht von ihm. Entscheidende Fehler waren jedoch nicht dabei. Note 4

Torunarigha: Stabil und aufmerksam in der Defensivarbeit. Auch auf dem Weg nach vorne mit ordentlichen Aktionen. Musste in der Verlängerung angeschlagen runter. Note 3

98. Soumahoro: Der Franzose durfte erstmals bei einem Auftritt im Volksparkstadion ran. Übernahm beim Elfmeterschießen Verantwortung und scheiterte. Note –

Gocholeishvili: Kam gut in die Partie und gab direkt auf seiner Seite Gas. Ließ allerdings auch ziemlich schnell wieder nach und tauchte teilweise komplett ab. Hatte kurz vor seiner Auswechslung Pech mit einem Pfostentreffer. Note 4

82. Dompé: Sorgte für neuen Schwung im Offensivspiel und einige gefährliche Szenen von der linken Seite. Auch an der Vorarbeit zum 1:0 war er beteiligt. Note 3

Remberg: Teilte gegen die alten Kollegen ordentlich aus und holte sich schon nach rund zehn Minuten die Gelbe Karte ab. Spielerisch konnte er so gut wie keine Akzente setzen. Note 4

64. Meffert: Zuletzt gegen Stuttgart nicht mal Kader, gegen seinen Ex-Verein aus Kiel war er wieder gefragt. Gewohnt passsicher und zuverlässig unterwegs. Note 3,5

Vieira: Forderte immer wieder die Bälle und versuchte, das Spiel an sich zu reißen. Wenn es in der Offensive gefährlich wurde, war er meistens beteiligt. Das Zusammenspiel ist allerdings auch noch ausbaufähig. Oft wollten die Mitspieler nicht so wie er. Haderte viel auf dem Platz. Note 3,5

Muheim: Sehr oft am Ball. Schaltete sich immer wieder in das Spiel nach vorne mit ein und setzte dort ein paar gute Akzente. Kam auf immerhin drei Torschüsse und gab die Vorlage zum 1:0. Sicher in den meisten Zweikämpfen. Bitter: Knallte beim Elfmeterschießen den Ball an die Latte. Note 3

Philippe: Viel mit Tempo unterwegs. Es fehlt aktuell der Torinstinkt. Da war er schon mal einen Schritt weiter. Sicher als Elfmeterschütze. Note 4

Königsdörffer: In der ersten Halbzeit kaum zu sehen. In den zweiten 45 Minuten etwas präsenter, ohne dabei allerdings eine Torgefahr auszustrahlen. Brachte es in 98 Minuten auf keinen Torschuss. Note 5

98. Jatta: Feierte sein Saison-Debüt und wurde dabei direkt als Torschütze gefeiert. Es war ein kurzer Glücksmoment. Note –

Røssing-Lelesiit: Ein mutiger und lebendiger Auftritt. Zeigte viele gute Ansätze. Das Problem: Es blieb oft nur bei den Ansätzen. Aufwand und Ertrag passten nicht zusammen. Note 4,5

64. Sahiti: Kam erstmals seit dem 2. Spieltag wieder zum Einsatz. Für viele auffällige Szenen konnte er nicht sorgen. Note 4