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HSV-Nationalspieler fällt im Pokal aus – kurioser Bornauw-Moment bei Trainingsdebüt

Sebastiaan Bornauw trainiert im HSV-Trikot vor einem Fußballtor in Hamburg.
HSV-Zugang Sebastiaan Bornauw zeigte in seinem ersten Training gleich, was der Verein von ihm erwartet.

Die Trainings-Premiere von Sebastiaan Bornauw beim HSV verlief kurios. Fest steht auch: Der Verein muss im Pokal am Montag einen seiner Nationalspieler ersetzen.

300 Fans wanderten am Mittwoch in den Volkspark und wurden Zeugen des ersten HSV-Trainings von Sebastiaan Bornauw. Ein warmer Empfang und ein netter Rahmen für die aus Leeds gekommene Leihgabe – ein anderer Profi aber fehlte und wird dem HSV auch definitiv am kommenden Montag im Pokalspiel bei Drittligist Verl nicht zur Verfügung stehen: Miro Muheim fällt aus.

Bornauws erste Einheit im Volkspark war noch keine fünf Minuten im Gange, da war es mit der Willkommensfreude auch schon vorbei. Beim Brennball-Spiel, das als Aufwärmübung diente, wurde der Belgier krachend im Gesicht getroffen und hielt sich kurz den Schädel. Ein Volltreffer von Emir Sahiti, der Gelächter bei den Profis und den Fans hervorrief. Doch der Kosovare wusste sich zu benehmen, entschuldigte sich grinsend bei Bornauw, ehe es weiterging.

Bornauw zeigte gleich, was der HSV von ihm erwarten kann

Ein zünftiger Auftakt für den neuen Abwehrchef, der mit neugierigen Blicken und auch ein wenig Applaus empfangen wurde, als er kurz zuvor erstmals die Treppen vom Stadion zu den Trainingsplätzen herunterschritt. Auf dem Platz zeigte er sogleich, was der HSV mit ihm bekommt. Mit gesunder Härte fuhr er etwa Angreifer Otto Stange in die Parade, dirigierte seine Nebenleute und deutete auch seine Stärken im Kopfballspiel an. Nach der ersten Übungseinheit kamen dann auch die Autogramm- und Selfie-Jäger trotz des Nieselregens auf ihre Kosten. Am Vormittag war der Ex-Kölner und -Wolfsburger vom HSV offiziell als Zugang vorgestellt worden.

Bornauw dürfte am Montag in Verl mit allergrößter Wahrscheinlichkeit sein HSV-Debüt feiern. Einer seiner neuen Kollegen aber wird dann passen müssen. Bereits in der Vorwoche trat Muheim aufgrund von Adduktorenproblemen kürzer und verzichtete auch auf die Reise zum abschließenden Sommer-Test in Toulouse (2:1). Auch am Mittwoch war er noch nicht dabei, konnte lediglich vormittags eine individuelle Einheit absolvieren. Bereits jetzt ist klar, dass der Schweizer es nicht bis zum Verl-Spiel schaffen wird. Dort wird dann Louis Lemke, wie schon die gesamte Vorbereitung über, auf der linken Schiene agieren.

Neben Muheim wird dem HSV Warmed Omari fehlen, der auch den Saisonstart der Bundesliga verpassen wird. Gute Nachrichten gibt es hingegen von Nicolás Capaldo und Yussuf Poulsen, die in Toulouse aufgrund leichter Probleme ebenfalls außen vor blieben. Die Blessuren haben sich nicht verschlimmert, das Duo mischte am Mittwoch über weite Teile der Einheit voll mit.

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