HSV muss auf Vuskovic verzichten: Wie Trainer Polzin den Kroaten ersetzen will
Insgesamt vier Gelbe Karten verteilte Schiedsrichter Florian Badstübner beim 3:2-Erfolg der Hamburger gegen Union Berlin. Alle Verwarnungen gab es für das Heimteam. Eine hat für den HSV jetzt direkte Folgen: Luka Vuskovic sah zum fünften Mal Gelb in dieser Saison und ist damit am kommenden Freitag beim Gastspiel in Mainz gesperrt.
Der HSV ohne Vuskovic – das ist kaum vorstellbar. Seit seinem Wechsel Ende August 2025 von Tottenham in den Volkspark hat der Kroate keine Minute für die Hamburger verpasst. Der 18-Jährige hat sich zügig zum Abwehrchef und Leistungsträger im Team entwickelt. Jetzt muss der Unersetzbare ersetzt werden. Wie soll das funktionieren?
Remberg sieht enorme Qualität in der zweiten Reihe
„Klar wird es hart“, sagt Nicolai Remberg, betont aber auch direkt: „Wir haben Jungs in der zweiten Reihe, die alle enorme Qualität haben. Natürlich ist Luka einer der wichtigsten Spieler, darüber brauchen wir nicht zu reden. Aber wir werden eine Lösung finden. Alle, die in der zweiten Reihe sind, werden es gut auffangen. Wir werden jedem helfen, der da jetzt reinkommt.“

Der Rest der Mannschaft sieht das offenbar ähnlich. „Luka ist sehr wichtig, aber wir haben ein starkes Team und jeder ist gerade gut aufgelegt“, sagt Nicolás Capaldo nach dem Auftritt gegen Union über die Vuskovic-Sperre. Daniel Heuer Fernandes befindet: „Natürlich ist er ein wichtiger Spieler, aber wenn einer ausfällt, kommt der nächste rein, jeder steht für den anderen ein.“
HSV-Trainer Polzin hat zwei Optionen für die Abwehr
Wie genau aber soll die Vuskovic-Lücke jetzt für das Mainz-Spiel geschlossen werden? Für Trainer Merlin Polzin gibt es zwei klare Optionen. Die eine ist Daniel Elfadli, der gegen Union nur als Joker ins Spiel kam. Er hat bereits zum Saisonstart im Abwehrzentrum gespielt. Auch Warmed Omari ist grundsätzlich eine Alternative. Dafür muss er aber erst einmal wieder richtig fit werden. Gegen Union fehlte der Verteidiger leicht angeschlagen komplett im Aufgebot.
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„Die Trainer werden sich etwas Gutes überlegen“, sagt Remberg. Getroffen wird die Entscheidung erst im Laufe der Woche. In Mainz wird sich dann zeigen, wie schwer der Vuskovic-Ausfall wirklich wiegt. Klar ist: Besser wird es die Hamburger definitiv nicht machen. Dafür ist die Qualitäten des Kroaten einfach viel zu hoch.
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