HSV lässt Grønbæk-Frist verstreichen – warum der Transfer trotzdem klappt
Bis Montagabend hatte der HSV Zeit, die Kaufoption im Leihvertrag von Albert Grønbæk zu ziehen. Getan haben das die Hamburger nicht. Die Verantwortlichen im Volkspark ließen die Frist verstreichen. Abgeschlossen ist das Kapitel damit aber noch nicht. Im Gegenteil. Dabei spielt der Däne selbst eine entscheidende Rolle. Läuft alles nach Plan, hat er in dieser Woche gleich mehrfach Grund zum Jubeln.
Nur auf sieben Einsätze (ein Tor, zwei Vorlagen) war Leihspieler Grønbæk für den HSV in der Rückrunde gekommen. Doch die Zeit hat beiden Seiten gereicht, um sich anschließend für eine gemeinsame Zukunft zu entscheiden. Über die Kaufoption im Leihvertrag wäre das direkt möglich gewesen. Dafür hätten die Hamburger allerdings nicht, wie bislang vermutet, fünf Millionen Euro an den französischen Erstligisten Stade Rennes zahlen müssen. Es wären nach MOPO-Informationen noch einmal 500.000 Euro mehr gewesen. Außerdem hätte der HSV das üppige Gehalt des 25-Jährigen aus seiner Zeit in Frankreich übernehmen müssen. Für die Hamburger war das Paket insgesamt nicht finanzierbar. Entsprechend blieb die Klausel ungenutzt.
Stade Rennes will den Grønbæk-Preis für den HSV reduzieren
Eine Lösung ist nun trotzdem in Sicht! Da Grønbæk sich klar für eine Zukunft beim HSV positioniert hat und diese Botschaft längst auch in Frankreich angekommen ist, wird hinter den Kulissen weiterverhandelt. Anders als zuletzt ist Stade Rennes inzwischen auch beim Preis gesprächsbereit. Im Raum steht nun eine Ablösesumme von 4,5 Millionen Euro.

Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die Gespräche befinden sich auf der Zielgeraden. Der Wunsch aller Seiten ist es, noch in dieser Woche ein finales Ergebnis präsentieren zu können. Am Ende soll Grønbæk dann einen Vierjahresvertrag beim HSV unterschreiben. Ein erneutes Leihgeschäft mit Stade Rennes, das zwischenzeitlich ebenfalls diskutiert wurde, ist kein Thema mehr. Es geht nur noch um einen festen Kauf. Die Franzosen, die vor zwei Jahren noch 15 Millionen Euro für den Dänen bezahlt haben, wollen das Kapitel in diesem Sommer beenden.
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Grønbæk selbst wird die weitere Entwicklung zunächst aus Belgien verfolgen. Nicht, weil er dort im Sommerurlaub ist, sondern weil er am Mittwoch (20 Uhr) in Lüttich mit Dänemark zu einem Testspiel gegen die Demokratische Republik Kongo antritt. Nach längerer Pause hat Grønbæk, der bislang acht Länderspiele absolviert hat, mal wieder eine Einladung zur Nationalmannschaft erhalten. Der Grund dafür waren seine guten Leistungen beim HSV. Künftig will er dauerhaft in beiden Teams spielen.