HSV-Kandidat ist heiß auf Wechsel nach Hamburg – doch er muss noch warten
Mit tariflichen Bestimmungen und gesetzlich vorgesehenen Arbeitszeiten muss Claus Costa aktuell niemand kommen. Kaum ein Tag vergeht, an dem der Sportdirektor des HSV weniger als 14 bis 16 Stunden im Einsatz ist, um den Kader für den restlichen Saisonverlauf zu verstärken. Die Zeit drängt, am kommenden Montag (18 Uhr) endet die Transferperiode des Winters. Bis dahin will Costa möglichst noch zweimal zuschlagen. Und zumindest ein Profi schaut sehr genau hin, was sich im Volkspark tut – denn er würde liebend gern zum HSV wechseln. Ein anderer soll bereits am Donnerstsg seinen Medizincheck beim HSV absolvieren.
Bereits kurz vorm Jahreswechsel wurde das Interesse des HSV an Almugera Kabar publik. Der 19-Jährige, der 2023 mit der deutschen U17 Welt- und Europameister wurde, ist bei Borussia Dortmund unter Niko Kovac chancenlos und kam in dieser Saison lediglich bei der U23 in der Regionalliga West zum Einsatz. Beim HSV könnte er als der gesuchte Backup für Linksverteidiger Miro Muheim fungieren.
Dortmund ist sich mit Brasiliens Talent Kauā Prates einig
Nach MOPO-Informationen war Kabar sehr schnell Feuer und Flamme für den HSV. Daran hat sich nichts geändert, zumal die Borussen sich für den Sommer mit Brasiliens Top-Talent Kauā Prates (Cruzeiro) geeinigt haben. Der 17 Jahre alte Linksverteidiger soll für eine Ablöse jenseits der Zehn-Millionen-Euro-Marke nach Dortmund wechseln. Ein deutliches Zeichen auch für Kabar.

Für den gebürtigen Bremer steht fest, dass er den BVB in diesem Winter verlassen will. Zuletzt sickerte durch, dass auch Wolfsburg, Hertha BSC und Preußen Münster an ihm interessiert seien. Kabars Favorit aber ist weiterhin der HSV. Der Haken: Das Talent wird sich gedulden müssen und weiß nicht mal, ob der Deal am Ende überhaupt zustande kommen kann.
Der HSV sucht zunächst Verstärkung für die Offensive
Priorität genießt bei Costa vorerst die geplante Verstärkung im Offensivbereich. Der HSV sucht einen flexiblen Angreifer, der insbesondere auch links zum Einsatz kommen kann. Sogar zwei Offensiv-Zugänge gelten als möglich. Von der Höhe der Ablöse, die die Hamburger berappen müssen, hängt es letztlich ab, ob noch genügend Geld für Verstärkung in der Defensive da ist. Am Mittwochabend vermeldete „Bild“, dass der Däne Albert Grønbæk (derzeit noch von Stade Rennes an CFC Genua verliehen) in Hamburg gelandet sei und am Donnerstag seinen Medizincheck absolvieren soll. Angestrebt wird eine Leihe.

Kabar aber spielt bei seinen Gesprächen mit den anderen Interessenten momentan auf Zeit. Aus seinem Lager ist zu vernehmen, dass vermutlich erst ab dem Wochenende mit einer Entscheidung zu rechnen ist. Das Talent soll fest davon ausgehen, dass es weitere (und dann so oder so finale) Gespräche mit dem HSV geben wird.
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Kein leichter Zustand für Kabar, der den BVB nicht auf Leihbasis verlassen möchte, sondern einen festen Wechsel anstrebt. Die Planstelle beim HSV hinter Muheim wäre eigentlich frei. Doch ob Kabar sie wirklich besetzen darf, steht auch weiterhin noch nicht fest.
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