„Krasser Fight!“ Elfer-Festival, verrückter Sieg und großer HSV-Jubel in Wolfsburg
Was für ein wilder Sieg des HSV und was für eine Befreiung im Abstiegskampf. Durch das 2:1 in Wolfsburg haben die Profis um Trainer Merlin Polzin einen gewaltigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht und den VfL in die seinerseits womöglich größte Krise der Vereinsgeschichte gestürzt. Ein durch und durch verrückter Nachmittag mit drei Elfmeter-Toren und einem Helden: Luka Vuskovic wurde einmal mehr zum entscheidenden Spieler der Partie – weil er beide Strafstöße für den HSV herausholte und einen davon selbst verwandelte.
Als es vollbracht war und der Schlusspfiff ertönte, jubelten sie, als hätten sie den Klassenerhalt bereits geschafft. Jeder einzelne Hamburger war sich im Klaren darüber, was dieser Sieg in der Wölfe-Stadt bedeutete. Neun Zähler beträgt nun bereits der Abstand zu den direkten Abstiegsrängen, immerhin sieben (vor den Partien am Sonntag) auf den Relegationsrang. Bundesliga, wir bleiben – so lautet das HSV-Motto nach 25 Spieltagen. Frust herrschte hingegen bei den Hausherren, die nach dem Abpfiff noch auf dem Rasen ein wildes Handgemenge anzettelten, während ihre Fans schwarzen Rauch aufsteigen ließen.
HSV-Trainer Polzin fielen nach dem Sieg viele Steine vom Herzen
Es war ein enorm wichtiger Sieg für den HSV, das wusste auch Merlin Polzin. „Es war das intensive Spiel, das wir erwartet hatten“, so der Trainer. „Dass wir es mit einem Sieg beendet haben, bedeutet mir und uns sehr viel.“

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Die etwa 10.000 mitgereisten HSV-Fans im 28.917 Besuchern ausverkauften Haus sahen eine nervenaufreibende Partie, in der der HSV mehrfach Glück hatte, sich aber tapfer über die Ziellinie rettete. Und in der es drei Elfmeter waren, die den Takt vorgaben.
Drei Elfmeter entschieden die Partie des HSV in Wolfsburg
22. Minute: HSV-Abwehrmann Daniel Elfadli will gegen Yannick Gerhardt klären, trifft den Wolfsburger aber am Kopf. Den fälligen Strafstoß verwandelt Eriksen zur Wölfe-Führung.
33. Minute: Der VAR erkennt, dass Wolfsburgs Moritz Jenz HSV-Verteidiger Vuskovic im Luftkampf trifft. Wieder gibt es Strafstoß, mit viel Glück trifft der Kroate trotz schlecht geschossenem Elfer zum Ausgleich.

58. Minute: Der entscheidende Akt der Elfer-Festspiele. Jonas Adjetey hält Vuskovic so lange, bis Schiedsrichter Florian Exner keine andere Wahl bleibt und der Referee erneut auf den Punkt zeigt. Jean-Luc Dompé verwandelt sicher zum 2:1 für den HSV.
Wolfsburg vergab mehrere Großchancen
Die beiden Elfmeter-Tore reichten am Ende, obwohl die Hamburger mehrfach schwammen und nur mit Glück um weitere Gegentreffer herumkamen. Dzenan Pejcinovic köpfte hauchzart vorbei (45.+6), Konstantinos Koulierakis‘ Kopfball wurde unglücklich von Jenz vor der HSV-Torlinie gekratzt (47.). Später trafen Pejcinovic aus einem Meter den Pfosten (64.) und Kento Shiogai das Außennetz (85.). Chancen-Wucher der Wölfe und erlösender HSV-Jubel wenige Minuten später.
„Es war ein unglaubliches Spiel und eine große Leistung von uns“, jubilierte Vuskovic, der an beiden HSV-Treffern maßgeblich beteiligt war und ansonsten hinten alles wegräumte, was in seine Nähe kam. „Der Mannschaft hinten und vorn helfen zu können, war ein sehr schönes Gefühl“, schwärmte er.
Die HSV-Profis warfen in Wolfsburg alles in die Waagschale
Mit Glücksgefühlen machten sich die Profis wenig später auf die rund zwei Stunden lange Busreise zurück in den Volkspark. „Es war ein krasser Fight“, lobte HSV-Mittelfeldmann Nicolai Remberg. „Aber es geht in solchen Spielen nicht um Schönspielerei.“
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Das wird auch am kommenden Samstag gelten, wenn der 1. FC Köln im Volkspark gastiert (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de). Mit einem weiteren Sieg könnte der HSV den nächsten – und schon fast vorentscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt – setzen.
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