Polzins Luxus-Problem im Sturm: Ein Neuer soll beim HSV sofort starten
Auf der Zielgeraden der Winter-Transferperiode schlug der HSV nochmal dreifach zu. Neben Albert Grønbæk (24/Leihgabe aus Rennes) und Rückkehrer Otto Stange (18) wechselte auch Basels Philip Otele (25) zunächst bis zum Sommer in den Volkspark. Die Hamburger erhoffen sich möglichst zügig einen Qualitätssprung. Alles deutet darauf hin, dass einer der drei am Samstag in Heidenheim (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) direkt in die Startelf rückt.
Am Dienstag trainierte Otele erstmals mit seinen neuen Kollegen im Volkspark. Läuft alles normal, wird er nun auch gleich sein Debüt feiern. Auf dem linken Flügel fehlen derzeit Jean-Luc Dompé (nach Alkoholfahrt noch suspendiert) und die Verletzten Fabio Baldé (Zerrung) und Alexander Røssing-Lelesiit (fällt bis Mai aus). Für den Nigerianer ist der Weg zum Blitz-Einstand frei.
HSV-Trainer Polzin lobt Neuzugang Otele
„Philip ist als letzter Neuzugang dazu gekommen, hat einen sehr offenen Eindruck gemacht und konnte beim Training schon andeuten, was wir uns von ihm versprechen“, urteilt Merlin Polzin und lobt Oteles Durchschlagskraft und Unberechenbarkeit für die Gegenspieler. „Er macht viele Wege, hat viele Aktionen, mit denen er versucht, seine Mitspieler einzusetzen. Und er kommt aus dem laufenden Spielbetrieb ist topfit und verfügbar fürs Wochenende.“

Genau das ist Oteles Vorteil gegenüber Grønbæk, der seit Anfang Dezember zwei Mal verletzt war und auch deshalb bei seinem letzten Leih-Klub CFC Genua nicht mehr zum Einsatz kam. „Er hatte zuletzt mit der einen oder anderen Verletzung zu kämpfen, ist jetzt aber wieder voll im Mannschaftstraining drin“, so Polzin, der von Grønbæks „Freude mit dem Ball“ schwärmt. Dennoch: Für den Dänen dürfte erstmal nur Platz auf der Bank sein.
Auch HSV-Talent Stange hofft am Wochenende auf einen Platz im Kader
Auf einen Kaderplatz hofft auch Stange, dessen Leihe nach Elversberg vorzeitig aufgelöst wurde. „Von Otto ist bekannt, dass er die Raute nicht nur auf der Brust, sondern auch wirklich in seinem Herzen trägt“, weiß der Trainer. „Es ist eine Freude, den Jungen wieder in unseren Klamotten zu sehen.“
Auf Stange wartet allerdings reichlich Konkurrenz. Neben Ransford Königsdörffer und Robert Glatzel ist auch der gegen die Bayern (2:2) noch fehlende Damion Downs wieder fit. Kommende Woche gegen Union Berlin (14.2.) dürfte zudem auch wieder Yussuf Poulsen in den Kader drängen. Der Däne trainiert nach überstandener Verletzung seit dieser Woche wieder voll mit der Mannschaft.
HSV-Kapitän Poulsen steht bald vor der Rückkehr ins Aufgebot
Fünf Stürmer, wenige Kaderplätze – Polzin nimmt es als Luxusproblem. „Dass die Jungs unterschiedliche Dinge auszeichnen, liegt auf der Hand“, meint Polzin. „Natürlich kann es auch mal der Fall sein, dass aufgrund des Spielstandes vielleicht mal zwei Stürmer auf dem Platz stehen.“

Das wird in Heidenheim noch nicht der Fall sein. Beim Schlusslicht der Liga erwartet Polzin einen heißen Kampf und hofft nach der Sause gegen die Bayern auf einen gleichfalls konzentrierten Auftritt seines Teams. Seiner Mannschaft habe er klar gesagt, „dass es ein Charakterspiel wird“, zumal er in den bisherigen Saison-Monaten nach großen Fußball-Festen wie gegen Dortmund (1:1), Stuttgart (2:1) und Werder (3:2) einen Spannungsabfall feststellte: „In den Spielen, die darauf gefolgt sind, hat uns weniger das ausgezeichnet, wofür wir stehen wollen und täglich arbeiten.“
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Das soll in Heidenheim tunlichst vermieden werden. Denn bei einem ungünstigen Ausgang der Spiele am Wochenende droht dem HSV sogar der Fall auf den nur einen Zähler entfernten Relegationsplatz.
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